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Pfarrer Bargon ist tot

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Der langjährige Pfarrer von Reit im Winkl, Edmund Bargon, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Reit im Winkl. Er war eine Persönlichkeit, die den Ort im gesellschaftlichen Leben in den vergangenen vier Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt hatte, ihm wurde in vielerlei Hinsicht in Reit im Winkl und darüber hinaus hohe Anerkennung, Wertschätzung und Respekt zuteil: Pfarrer Edmund Bargon. Vor zwei Jahren erst hatte er in einer großen Festmesse sein 50 jähriges Priesterjubiläum gefeiert, bis fast in die Gegenwart zelebrierte er noch die Heilige Messe, obwohl er offiziell schon 1998 in den verdienten Ruhestand getreten war. Am vergangenen Freitag starb der 82-jährige Priester, bis zum Schluss hatte er seiner Wahlheimat die Treue gehalten hatte.


1968 hatte Edmund Bargon, der in Oberursel im Taunus geboren wurde, die Pfarrei Reit im Winkl übernommen. Während seiner Amtszeit waren wesentliche bauliche Veränderungen in den verschiedenen kirchlichen Gebäuden am Ort vorgenommen worden: So wurde die Pfarrkirche zweimal renoviert, das Pfarrheim und ein Personalhaus wurden neu erbaut und auch der Kindergarten. Doch weniger die baulichen Voraussetzungen waren Edmund Bargon sein wesentliches Herzensanliegen: »Es wird in Reit im Winkl wohl kaum eine Familie geben, in die der Pfarrer nicht seelsorgerisch gewirkt hat«, wie das Pfarramt anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums vor zwei Jahren betont hat.

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Die Jugend war ihm stets besonders wichtig, bis zu 50 Jugendliche zählte während seiner Dienstzeit die hiesige Pfarrjugend. Geschätzt wurde der Seelsorger aber auch deshalb, weil er ein »Gestalter war, kein Verwalter«, wie sein Wirken von Bürgermeister Josef Heigenhauser rückblickend gewürdigt wird. Er »kümmerte sich einfach um die Leute, kirchlich, aber genauso gut weltlich, wenn Probleme da waren«. Seine Spuren würden weit über seinen Tod hinaus in Reit im Winkl sichtbar bleiben.

Für Pfarrer Edmund Bargon passte der Bergort aber auch deshalb so ideal, weil er als Fischer, Jäger, als Bergsteiger und Skiläufer vielen Interessen nachgehen konnte. In den letzten Jahren hatte sich Edmund Bargon etwas zurückgezogen, seit 13 Jahren litt er an der Parkinsonschen Krankheit. Einen Wunsch gab Edmund Bargon »seinen« Reit im Winklern anlässlich des 80. Geburtstages mit auf den Weg.« »Dass die Menschen hier mit ihrer Arbeit und mit ihrem Leben zufrieden sind, dass sie gerecht sind und dass sie freundschaftlich miteinander umgehen.« ost

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