weather-image
22°

Pfarreien sammelten Rekordsumme von 311 000 Euro

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Mit Schwester Irena überbrachten junge Helfer Kindern in Montenegro ein Hilfspaket.

Die Balkanhilfe »Junge Leute helfen«, in der sich kirchliche Gruppen aus 100 Pfarreien zwischen Inn und Salzach zusammengeschlossen haben, hat im Jahr 2015 einen Rekorderlös von über 311 000 Euro gesammelt. Es wurden 22 000 Hilfspakete und 1165 Paletten Lebensmittel mit 66 Hilfstransporten in die Krisenregionen in den Kosovo, nach Albanien, Bosnien, Montenegro und Kroatien gebracht.


Möglich wurde dieser Erfolg durch Hunderte Helfer von den katholischen Gruppen wie der Landjugend, den Katholischen Frauengemeinschaften und dem Frauenbund, den Kolpingfamilien, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, dem Katholischen Jugendverband, den Burschenvereinen, Pfadfindern, Jugend 2000, Landvolk sowie den Pfarrgemeinderäten aus 100 Pfarreien.

Anzeige

Diese haben mit ihren Ortsverantwortlichen wochenlang geworben, verpackt und die Hilfsgüter in das Zentrallager in Kienberg gebracht. Dort wurden die Hilfsgüter von etwa 200 Jugendlichen auf die ersten sechs Hilfstransporte verladen. Doch nicht nur die Jugend, auch die Bewohner des Seniorenheims in Nußdorf fertigten wieder zahlreiche Pakete und gaben eine außerordentlich hohe Summe.

Die 66 Hilfstransporte überbrachten 935 Tonnen Hilfsgüter oder geschätzte 1,2 Millionen Mahlzeiten, die vor allem in vier Armenküchen in Zagreb, Sarajevo, Zedine und Pristina mit etwa 1400 Bedürftigen täglich verteilt werden. Regelmäßig erfolgt durch sieben Caritas-Zentralen die Verteilung von Lebensmitteln an bedürftige Familien. Allein im Kosovo wird in 28 Orten ehrenamtlich verteilt. In Krankenhäusern, Alten- und Waisenheimen sowie durch Behindertenverbände erreicht die Hilfe vor Ort besonders die sozial Schwachen.

»Jeder der Notleidenden drückt für die Hilfe eine tiefe Dankbarkeit aus und fühlt sich in seiner Armut nicht mehr allein gelassen, denn es gibt jemanden, der an sie denkt und sich um sie sorgt«, schreibt Violeta Ferati von der Caritas in Ferizaj im Kosovo. Eine große Freude ist den Organisatoren auch, dass wichtige Nachhaltigkeitsprojekte durch konkrete Spenden zunehmend unterstützt werden: So kann das Projekt für den Kauf von Nutztieren in Bosnien unter dem Motto »Der gute Hirte« weiter durch zahlreiche Spendenangaben fortgesetzt werden, welche verarmten Bauern wieder eine Existenz ermöglicht. Wegen der fehlenden Berufschulen sind aber auch die Bildungspatenschaften für Studenten und Auszubildende in kostenpflichtigen Schulen wichtig.

Im Sommer werden Jugendliche wieder bei Hausbauprojekten in Albanien mitarbeiten. Wöchentlich werden nun weitere Hilfstransporte starten und Not lindern. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Internetseite von »Junge Leute helfen«. fb