weather-image

Pfarrei Otting bereitet sich auf Flüchtlinge vor

1.2
1.2
Bildtext einblenden
Im Seitenflügel des Ottinger Pfarrhofs befinden sich im Erdgeschoß die ehemaligen Jugendräume, in denen demnächst bis zu acht Flüchtlinge Unterkunft finden sollen. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Nun soll auch nach Otting eine relativ kleine Gruppe von Flüchtlingen kommen. Wie Gemeindereferent Martin Riedl und Kirchenpfleger Konrad Thaller informierten, werden zum 1. November Asylbewerber in der Pfarrei erwartet. Dafür, so ist es inzwischen beschlossene Sache, werden die beiden ehemaligen Jugendräume im Seitenflügel des Ottinger Pfarrhofs genutzt, müssen für diese Zwecke aber noch etwas umgebaut werden; vor allem fehlen noch sanitäre Einrichtungen wie Dusche oder Waschbecken.


Damit entsteht Platz für sechs bis acht Flüchtlinge, so die aktuelle Annahme, die bereits mit dem Landratsamt abgesprochen und von diesem genehmigt wurde. Im Vorfeld sollen nicht nur die Bauarbeiten durchgeführt, sondern es soll auch ein Helferkreis ins Leben gerufen werden: Ein erstes Treffen ist für Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr im Ottinger Pfarrsaal geplant. Dabei soll es zunächst um einen Informationsaustausch gehen und um die Frage, ob es Menschen gibt, die sich in einem Helferkreis engagieren möchten. Alle interessierten Gemeindemitglieder, vor allem auch Vorstände von Vereinen und Institutionen, sind dazu willkommen.

Anzeige

Die Idee, in den seit langem nicht mehr genutzten Jugendräumen Flüchtlinge unterzubringen, sei »fast kollektiv entstanden«, sagt Pfarrer Andreas Ager. In verschiedenen Gesprächen, an denen auch Pastoralreferent Georg Ziegltrum und sein Vorgänger Peter Förg, der mit seiner Familie im Pfarrhof wohnt, beteiligt gewesen seien, habe sich der Vorschlag herausgebildet. Dem haben sich sowohl Kirchenverwaltung wie auch Pfarrgemeinderat angeschlossen.

Es handelt sich bei der geplanten Flüchtlingsunterkunft um zwei Räume samt Nebenräumen, in denen der Sanitärbereich untergebracht werden kann – wo und wie genau, darüber wird derzeit noch diskutiert, wobei aber Eile angesagt ist. Toiletten und eine kleine Küche sind vorhanden. Für die weitere Ausstattung der Räume, vor allem für die Stockbetten im Schlafraum, sorgt das Landratsamt. Über die Kostenverteilung für die Umbauten wird noch zu reden sein.

Die Räume stehen zur Verfügung, da sich in den vergangenen Jahren in der Pfarrei Otting eine eigene kirchliche Jugend nicht auf Dauer halten konnte. Pfarrer Ager hat damit auch kein Problem. In Otting, so sagt er, machen die Vereine die Jugendarbeit; er nennt dabei vor allem den Sportverein, die Musikkapellen und den Theaterverein. Dabei sei die Zusammenarbeit der Pfarrei mit diesen Vereinen sehr gut. Und die Pfarrei beschränke sich in Sachen Jugendarbeit auf die Ministrantengruppe. he