weather-image

Pfadfinder renovieren ihr neues Heim

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Christian Keller, Leiter der Pfadfinder, sieht der Renovierung gelassen entgegen. (Foto: T. Eder)

Grassau – »Dieses Haus ist wie ein Sechser im Lotto für uns Pfadfinder«, bemerkte Christian Keller, Leiter der Grassauer Pfadfinder. Seit Anfang des Monats sind die Pfadfinder nun daran, das ehemalige Bergbadstüberl zu renovieren.


Für den Betrachter bietet sich am Bergbad derzeit eine große Baustelle. Im Außenbereich sind die Pfadfinder damit beschäftigt, Holzbauten abzureißen und Holz zu sortieren. Im Innenbereich des rund 100 Quadratmeter großen Hauses sind die Pfadfinder und viele Freunde ebenfalls schwer beschäftigt. Die alte Küche wurde entfernt und eine Gastronomieküche aus Edelstahl, die die Pfadfinder aus einer Gasthausauflösung als Spende erhalten haben, einzubauen. Die Räume werden alle neu gestrichen und auch der Holzofen und Kamin wurden fachmännisch wiederhergestellt. An allen Ecken und Enden wird geschruppt, gemalert, ausgebessert, entrümpelt und entsorgt.

Anzeige

Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das neue Zuhause der Pfadfinder allen Wünschen der Jugendlichen entspricht. Doch sind alle motiviert und auf einem guten Weg. Ein Raum soll auch als Jugendschlafraum mit Hochbetten dienen. Dann können befreundete Gruppen auch einmal über Nacht bleiben.

Nachdem das ehemalige Pfadfinderheim am Birkenweg dem neuen Rot-Kreuz-Gebäude weichen musste, waren die rund 60 Pfadfinder heimatlos. Gruppenstunden wurden dennoch weiter abgehalten. Die Suche nach einer neuen Heimat gestaltete sich schwierig. In der Nähe des Wertstoffhofs zeichnete sich die Möglichkeit ab, selbst ein Holzhaus zu bauen, wurde dann aber aus baurechtlichen Gründen abgelehnt. Als dann das ehemalige Bergbadstüberl ins Gespräch kam, waren die Pfadfinder begeistert und voller Tatendrang. Hier bietet sich für die Pfadfinderei ein optimales Umfeld mit Wasser, Wald, Wiese und ein Zuhause, in dem ausreichend Platz für Gruppenstunden ist.

Wie Christian Keller bei der Führung durch das Haus informierte, waren einige Gäste, die früher den Stammtisch im Bergbadstüberl besuchten, traurig, als dieses schloss. Dieser Stammtisch darf aber weiterhin ins Bergbadgebäude. »Wir wollen, dass alle zufrieden sind«, sagte Christian Keller.

Unterstützung erhalten die Pfadfinder auch vom Pfadfinder-Förderverein sowie von vielen Eltern der Kinder und Jugendlichen, die betreut werden. »Jeder bringt seinen Sachverstand und sein handwerkliches Können ein«, bestätigte Keller und ist zugleich begeistert vom Einsatz aller. Bis zur Einweihung im nächsten Jahr möchten die Jugendlichen ihr neues Vereinszuhause auf Hochglanz poliert haben. tb