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Pettings Kindergarten ist voll belegt

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Petting – »Verbessern und optimieren«, umschrieb Bürgermeister Karl Lanzinger das, was im Pettinger Kindergarten nötig ist. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sprach er aber auch eine »Vorwarnung« aus, denn der Kindergarten sei mit insgesamt 87 Kindern voll belegt, weshalb man möglicherweise über eine »Erweiterung« nachdenken müsse. Über die konkret anstehenden Einzelmaßnahmen war man sich im Gremium einig. Die Mitglieder des Bauausschusses hatten kürzlich eine Tour durch die Gemeinde unternommen, und sich an etlichen Stellen über Probleme und anstehende Aufgaben ein Bild gemacht.


Die Sozialräume des Personals seien einstmals für sechs Mitarbeiterinnen ausgelegt worden, nun habe man die doppelte Anzahl. »Wenn mehr Kinder kommen...«, überlegte der Rathauschef laut. Außerdem werde man demnächst die Toiletten der Kinder herrichten. Eine wertvolle Verbesserung sieht Lanzinger in der Einbeziehung des ehemaligen Vereinsraums, der mit einem Durchbruch vom Turnsaal her erschlossen ist. »Der kann vielfältig genutzt werden: für integrative Maßnahmen und für Gruppenarbeit.« Der Vorschlag, die beiden Räume zu »tauschen«, sei vom Kindergarten abgelehnt worden.

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Die Linoleumböden in den Gruppenräumen sind inzwischen 25 Jahre alt und »nicht mehr in bestem Zustand«, wie es Lanzinger beschrieb. »Der Fachmann rät zur Erneuerung«, gab Geschäftsleiter Reinhard Melz bekannt. Bei den ebenso alten Fliesen in den Toiletten reiche wahrscheinlich eine Grundreinigung aus. Die WC-Schüsseln würden erneuert, bei den Waschbecken wolle man Spiegel anbringen, erläuterte der Bürgermeister, die Beleuchtung soll überprüft und im Gruppenraum 2 eine Markise angebracht werden, da sich der südseitig gelegene Raum im Sommer stark aufheize. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen waren alle einverstanden. Der Gehweg vom Kindergarten zum Sportplatz solle gepflastert werden, aber das sei ein »Extra-Thema«.

Beim Haus »Hauptstraße 13«, dem alten Rathaus, wolle man dem Vorschlag von Elvira Kraller folgen und einen kleinen Bereich pflastern. Die Eichenbänke der alten Schulgarderobe werden in den Arkaden des neuen Haupteingangs platziert. Damit das Geländer an der Radwegbrücke über die Ache nicht noch weiter fault, wird man partiell Blechabdeckungen anbringen, damit »es noch eine Zeit lang geht.«

»Ein Bach braucht kein Kanal sein«

Der Eisgraben sei an manchen Stellen recht zugewachsen, meinen Notburga Treitl und Beate Both, weshalb sie beantragten, die Gemeinde möge den Graben »aus Schönheitsgründen« räumen. Als »kleine Auflandungen mit Erdreich und Gras in Richtung Unterdorf«, beschrieb es Lanzinger seinen Kollegen, für einen ungestörten Wasserabfluss aber wohl nicht hinderlich. Er und mit ihm die Mitglieder des Bauausschusses hätten sich an Ort und Stelle die Frage gestellt: »Muss ein Bachlauf so perfekt gerade sein?« Oder gesteht man ihm eine natürliche Entwicklung zu? »Ein Bach braucht kein Kanal sein«, bekräftigte 2. Bürgermeister Ludwig Prechtl in der Sitzung. Das Wasserwirtschaftsamt sehe nach telefonischer Anfrage keine Notwendigkeit, gab Geschäftsleiter Melz bekannt, wenn die Anlieger das dennoch wollten, könne man ja die Kosten auf sie umlegen. Gleichwohl schlug Lanzinger vor, ein Amtsvertreter sollte sich das doch vor Ort anschauen.

Der Einbau einer Einliegerwohnung über einen bestehenden Stall ist in Ringham geplant. 4,5 mal 10 Meter groß soll die Wohnung werden. »Keine große Aktion«, kommentierte Lanzinger das Vorhaben und seine Kollegen sahen das ebenso. Einwände gab es ebensowenig gegen das Vorhaben eines anderen Pettingers, der einen Rinderstall in der Größe 9,5 mal 12 Meter bauen und den bestehenden in eine Lagerhalle für Maschinen umwandeln möchte. Eine entsprechende Bauvoranfrage hatte der Gemeinderat bereits positiv beschieden.

Auch dem Vorbescheid für den Teilabbruch eines Wirtschaftsgebäudes und dem Bau eines Wohnhauses in Ringham wurde zugestimmt. In Abstimmung mit dem Landratsamt habe man den Standort nochmal verändert, so dass nun – zumindest aus gemeindlicher Sicht – nichts mehr dagegen spreche, fasste der Bürgermeister zusammen. Auch da gab es keine Gegenstimme.

Der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D’Untersurtaler Schönram beantragte einen Zuschuss für die Kinder- und Jugendarbeit in Höhe von 350 Euro, dessen Gewährung auch Voraussetzung ist für Zuschüsse des Kreisjugendrings ist. Die jährlichen Ausgaben für diesen Bereich beziffern die Vereinsverantwortlichen mit 1600 Euro. Die Gemeinderäte verweigerten die Unterstützung nicht.

»Geht da was voran?«

Wie weit denn die Sache mit dem sogenannten Kernwegenetz gediehen sei, wollte Theo Pastötter wissen, »geht da was voran?« Denn es müsse etwas passieren, seien die Löcher in den Straßen inzwischen teils tief und gefährlich. »Das Planungsbüro kündigte das für den heurigen Sommer an«, erinnerte Lanzinger. Es sei zunächst auch von 80 Prozent Zuschuss die Rede gewesen, was nun aber nicht mehr gesichert erscheine. Lanzinger versprach, nachzufassen. Eine Sache musste der Bürgermeister von der Tagesordnung nehmen: In Punkt 6 wäre es um das Gewerbegebiet Wasserbrenner gegangen und um eine Beschlussfassung zu den Stellungnahmen der ersten Auslegung. Da aber sei der Planer »net g’schickt worn«, daher komme das Thema erst in der nächsten Sitzung. höf