weather-image
13°

Pettinger Feuerwehrauto kostet 372 000 Euro

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Innenausstattung der Filialkirche Mariä Himmelfahrt in Kirchhof weist Schäden auf. Das Ordinariat will ein Konzept für die Sanierung erstellen. (Foto: Archiv Höfer)

Petting – In nichtöffentlicher Sitzung hatte Pettings Gemeinderat die Aufträge für Fahrgestell, Aufbau und Beladung eines Löschfahrzeugs LF 20 vergeben und nun öffentlich bekannt gegeben.


Die drei Preise summieren sich auf 372 329 Euro. Es gibt dafür einen Zuschuss in Höhe von 110 000 Euro.

Anzeige

Vergeben hat die Gemeinde auch den Abriss der alten Schule. 169 450 Euro wird die Beseitigung des Baus kosten. Der Breitband-Ausbauer hatte um eine Fristverlängerung bis zum 31. August 2017 angesucht, was ihm der Gemeinderat auch einräumte. »Der sollte jetzt eigentlich abgeschlossen sein«, erinnerte Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Sitzung.

»Einen Bau gibt es heuer nicht mehr«

Beim Radweg entlang der Kreisstraße bei Aich beginnen die Planungen, worauf die Gespräche mit den Fachbehörden folgen. Anschließend wird sich der Haushaltsausschuss des Landkreises damit befassen und ab dem 1. September die Regierung von Oberbayern. »Bis das genehmigt ist …«, formulierte Lanzinger aus Erfahrung, »einen Bau gibt es heuer nicht mehr.« Das Projekt werde 2018 realisiert. Franz Vordermayer mahnte eine durchdachte Geländemodulation an, andernfalls brauche man zur Auffüllung »eine Unmenge Kies.« Das Ganze passiere in Abstimmung mit dem Landwirt, versicherte der Rathauschef.

Die Innenfassade der Kirche Mariä Himmelfahrt in Kirchhof ist schadhaft. In mehreren Bereichen der Ausstattung lösen sich Teile ab. Das Erzbischöfliche Ordinariat möchte daher einen Auftrag zur »Konzeptentwicklung« vergeben und beantragte die gemeindliche Erlaubnis. So soll ein Altarengel abtransportiert und in einer Fachwerkstatt untersucht und am Hochaltar mehrere Reinigungs- und Überzugsmuster erstellt werden. Bei der Ausstattung gibt es Kreidegrundablösungen. Mit Blick auf die Gesamtsumme von 3570 Euro scherzte Andreas Götzinger: »A so, da is des Richten no gar net dabei.« Der Gemeinderat hatte nichts dagegen einzuwenden. Bezahlt wird die Untersuchung von anderer Stelle.

Weil ein Ehepaar auf einer Parzelle am Mühlfeld bauen möchte, war eine Bebauungsplanänderung notwendig geworden. Im sogenannten vereinfachten Verfahren waren alle Träger öffentlicher Belange um eine Stellungnahme angefragt worden. »Das Landratsamt hatte nur ein paar kleine Sachen«, informierte der Bürgermeister, so soll die Geschoßflächenzahl auf 0,5 begrenzt werden, die Bauflucht sich an den Nachbarhäusern orientieren. Die Höhenlage war nicht festgelegt gewesen, darf der Fußboden im Erdgeschoß doch maximal 30 Zentimeter über Straßenniveau liegen. Das Denkmalamt hatte auf das Gräberfeld mit 700 Bajuwarengräbern verwiesen, das nur wenige Meter weiter beginnt. Bodeneingriffe sind daher in diesem Bereich zu beantragen. Das Wasserwirtschaftsamt hatte gefordert, dass Oberflächenwasser auf dem Grundstück versickern müsse. »Diesen Einwänden haben wir entsprochen«, fasste Lanzinger zusammen, worauf die Gemeinderäte geschlossen zustimmten.

Festgezurrt wurde die Baugrenze an der Seestraße. Hier übernimmt das dortige Lagerhaus einen Teil der Abstandsflächen, sodass die Gemeinde mit ihrer Lagerhütte für Bauhof und Feuerwehr bis auf einen Meter an die Grenze heranrücken kann. »Die Fachbehörden haben keine Einwände«, informierte das Gemeindeoberhaupt.

Ein Grundstück geteilt wurde in Schönram an der Badleiten. Die Antragstellerin möchte dort ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage bauen. »Sind das Einheimische?«, fragte Elvira Kraller nach. »Ja, aber das wurde privat abgewickelt«, erklärte Lanzinger, es sei daher kein Einheimischenmodell. Die Nachbarunterschriften lägen vor, betonte er, weshalb auch die Gemeinderäte keine Einwände hatten.

Wer beim Baden erwischt wird, muss Strafe zahlen

Das Badeverbot am Surspeicher war 1997 für 20 Jahre erlassen worden. Die Gemeinde hatte sich daher an das Landratsamt gewandt mit der Frage, wie man nun weiter verfahren solle. Dort empfahl man »dringend«, das Verbot aufrecht zu erhalten, da es Zulauf aus landwirtschaftlichen Flächen gebe, deren Rückstände sich im See anstauten. Daneben bestehe im Wehrbereich und vor dem Kraftwerk Unfallgefahr. Der folgende Beschluss umfasste zwei Teile. Erstens wird das Baden im gesamten See aus gesundheitlichen Gründen verboten. Außerdem werden Zuwiderhandlungen mit Geldbußen bis zu 500 Euro bestraft. Das Verbot gilt ab sofort für weitere 20 Jahre. höf