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Petting steht finanziell gut da

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Petting. Die jüngste Sitzung des Pettinger Gemeinderats war geprägt von Zahlen. Zunächst legte Kassier Christian Leitenbacher den Rechenschaftsbericht für 2013 vor. Dann ging es um den Gesamthaushalt für 2014, erstellt und erläutert von Geschäftsführer Reinhard Melz.


Zufrieden nahmen Bürgermeister Karl Lanzinger und die Gemeinderäte den Rechenschaftsbericht zur Kenntnis, konnten doch die geplanten Maßnahmen im Vermögenshaushalt größtenteils durchgeführt werden. Jedoch haben sich sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Ausgaben gegenüber den Ansätzen Abweichungen ergeben. Der Verwaltungshaushalt schloss mit 2,86 Millionen Euro mit Einnahmen von 2,86 Millionen Euro und Ausgaben von 2,49 Millionen Euro ab, was eine Zuführung von 376 824 Euro an den Vermögenshaushalt ermöglichte.

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Mindereinnahmen im Vermögenshaushalt resultierten in erster Linie von noch ausstehenden staatlichen Zuschüssen. Es sind aber auch weniger Ausgaben angefallen, zum Beispiel für den Erwerb von Baugrundstücken, niedrigere Kosten bei Erschließungen in Schönram NO und in Kirchfeld III. Der Vermögenshaushalt schloss mit 2,35 Millionen Euro.

Gemeinde ist weiterhin schuldenfrei

Der Rücklagenstand zum 31. Dezember 2013 beträgt (ohne Verwahrgelder) 3,56 Millionen Euro. Nach der letzten Statistik beträgt das durchschnittliche Steueraufkommen je Einwohner 488,50 Euro (Vorjahr 495,37 Euro). Damit liegt die Gemeinde Petting wie im Vorjahr an 28. Stelle von 35 Landkreisgemeinden. Seit dem 31. Dezember 2010 ist die Gemeinde schuldenfrei. Der Jahresbericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen und der Rechnungsprüfungsausschuss beauftragt, mit der Arbeit zu beginnen.

Dank präziser Vorarbeit und ausführlicher Erläuterung durch Geschäftsleiter Melz ging die Beratung des Haushalts zügig über die Bühne. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 3,01 Millionen Euro, wobei die größten Ausgabeposten (neben der allgemeinen Finanzwirtschaft mit 1,37 Millionen Euro) die allgemeine Verwaltung mit 354 470 Euro und die Soziale Sicherung mit 372 270 Euro, und die öffentlichen Einrichtungen und Wirtschaftsförderung mit 276 386 Euro. Der Vermögenshaushalt schließt mit 3,29 Millionen Euro.

Das dominierende Ausgabenprojekt ist der Neubau der Grundschule mit geschätzten Gesamtkosten von 3,4 Millionen Euro. Man erwartet 1,45 Millionen Euro Zuschuss. Der Rest wird auf zwei Haushaltsjahre aufgeteilt. Für heuer hat man 1,35 Millionen Euro angesetzt. Weitere geplante Investitionsmaßnahmen: 20 000 Euro für Ausgleichsflächen in Kühnhausen, 300 000 Euro für den Erwerb von Tauschgrund, Grunderwerb für Baugebiete 400 000 Euro und 150 000 Euro für Gewerbegebiete, 200 000 Euro für den Radweg in Aich, 100 000 Euro für die Erneuerung von Gemeindestraßen, Brückenbau in Furth mit 40 000 Euro und 200 000 Euro für die Erschließung des Gewerbegebiets an der Seestraße.

Der Rücklagenbestand beträgt zum Beginn des Haushaltsjahres 3,56 Millionen Euro: Nach diversen Entnahmen rechnet man zum Ende des Jahres mit 2,07 Millionen Euro.

Zum Ende der Haushaltsberatung stellte man übereinstimmend fest, dass die hohe Zuführung in den Vermögenshaushalt (für heuer 416 793 Euro ohne Sonderrücklage) und die inzwischen recht ansehnliche Investitionspauschale die Gemeinde finanziell recht gut dastehen lässt. Trotzdem sei Sparsamkeit nach wie vor angesagt, wie Geschäftsführer Reinhard Melz betonte. Der Gesamthaushalt, die Haushaltssatzung und die geplanten Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen wurden einstimmig genehmigt.

Erlaubnis für Restaurierungsarbeiten

Vom Erzbischöflichen Ordinariat lag ein Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis für Restaurierungsarbeiten in der oberen Sakristei (einschließlich einer Kirchentruhe) vor. Dabei handelt es sich um einen von einem großen Segmentbogen überspannten Fassadenschrank etwa aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Seine Front ist in einer Ebene gehalten. Interessantes Detail: Hinter dem rechten Türpaar befindet sich der Zugang zum südlichen Kirchendachstuhl. Außerdem stehen in der oberen Sakristei zwei Paramentenschränke, ein Fahnenschrank und diverse Regale. Das Gesamtkonzept der Restaurierung will dem Raum wieder die nötige Würde geben, in dem sich die Ministranten in Ruhe auf ihren Altardienst vorbereiten können. Die Gemeinderäte stimmten einstimmig dafür.

Dem Antrag der Ringhamer Schnalzer auf einen Zuschuss für die Anschaffung von Jugend-Goaßln wurde mit 250 Euro entsprochen. Nach Überprüfung der Geräte in der Turnhalle durch die Bayerische Sportstätten Service GmbH wird ein Steckbarren um 72 Euro repariert und ein neuer Weichboden für 490 Euro plus Mehrwertsteuer angeschafft. Zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl beschwerte sich über die Emissionen aus einem Putenstall in Wasserbrenner. Er bat um Überprüfung durch die Behörden. Das wurde ihm zugesagt. HG