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Peter Stöger führt weiterhin die Europaunion

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Traunstein. Keine Änderung gab es bei der Wahl der Kreisvorstandschaft der Europaunion Traunstein. In der Jahresversammlung im Parkhotel Traunsteiner Hof wurde der Kreisvorsitzende Peter Stöger aus Übersee einstimmig in seinem Amt bestätigt. Seine beiden Stellvertreter bleiben Marianne Wimmer (Emertsham) und Altoberbürgermeister Fritz Stahl; Kassier ist weiterhin Karl Irber. Als Beisitzer wurden Ulrike Kecht (Inzell), Margret Hangl (Übersee), Oberbürgermeister Manfred Kösterke (Traunstein), Petra Fürst-Zimmermann (Trostberg) und Günter Buthke (Traunstein) gewählt.


Stöger berichtete von zwei Kreisversammlungen zu aktuellen europapolitischen Themen. Überregional war der Kreisverband bei den Bezirks- und Landesversammlungen vertreten. Im Mai 2014 ist Europawahl, weshalb der Bundesverband der Europaunion einen »Wahlprüfstein« erarbeiten werde, bei dem man über das Internet die Kandidaten von acht Parteien auf ihre Europatauglichkeit abklopfen könne.

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Diskutiert wurde mit Herbert Kahnert, Mitglied der Bezirksvorstandschaft der Europaunion, über »Energie und Europa«. Unsere Industrie brauche eine gesicherte und unterbrechungsfreie Leistung. So bedeute beispielsweise eine Stromunterbrechung für die Chemieindustrie längere Ausfälle der Anlagen. Die Chemieindustrie wandere ab. Inzwischen werde in der deutschen Chemieindustrie bereits weniger investiert als abgeschrieben. Dies war für ihn ein deutliches Alarmsignal.

Die Sonnen- und Windenergie hielten einige Diskussionsteilnehmer für eine ungesicherte Energie. Bei rund 8760 Jahresstunden gebe es in Deutschland nur 1000 Sonnenstunden im Jahr. Bei der Windenergie gebe es auf dem Meer 4000 Windstunden im Jahr, an der Küste 3500 und im Binnenland 2000. Im Landkreis Traunstein seien es lediglich 1100 Stunden. In ganz Europa wehe an zehn Tagen überhaupt kein Wind. Bei den erneuerbaren Energien gebe es daher ein halbes Jahr Überproduktion und ein halbes Jahr Unterproduktion. Deutschland brauche deshalb ein Kapazitätsmodell und kein Kilowattmodell.

Gefordert wurde, die weiteren Subventionen für die Sonnen- und Windenergie weitgehend zu streichen und mit dem so eingesparten Geld die Forschung, zum Beispiel in Speichertechniken, zu fördern. Zu den Gaskraftwerken als Überbrückung bei Unterproduktion von erneuerbaren Energien sagte Kahnert, dass man für deren Vorhaltung bezahlen müsse, wenn sie nicht benötigt würden, weil sonst niemand in Gaskraftwerke investiere. Bjr

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