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Personalparkplätze werden erweitert

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Marquartstein – Eine längere Diskussion gab es im Marquartsteiner Gemeinderat über einen Antrag der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See auf Erweiterung und Umbau der Personalparkplätze auf dem Gelände der Chiemgau-Klinik im Ortsteil Geisenhausen. Die bisherigen Parkplätze für die Angestellten, nördlich gegenüber dem Hauptgebäude auf einer Anhöhe Richtung Wald gelegen, sollen von bisher 52 unbefestigten, nur mit Kies unterlegten Parkplätzen auf 62 erweitert werden. Außerdem ist geplant, die Plätze zu befestigen und geordnet anzulegen.


Auf die Frage von Anke Entfellner-Häusler, ob dafür Bäume gerodet werden müssten, sagte Bürgermeister Andreas Scheck, dass es sich zu 80 Prozent um eine Strukturierung der vorhandenen Parkplätze handle und höchstens zu 20 Prozent um eine Erweiterung. Peter Lloyd hatte starke Bedenken, weil die Chiemgau-Klinik noch kein Gesamtkonzept vorgelegt habe, wie die weitere Entwicklung des Klinikgeländes aussehen solle. Lloyd befürchtete, dass der Randbewuchs des Waldes »mit einigen kräftigen Fichten« fallen müsse und es dann »so weitergehen« könne. »Man muss endlich mal mit denen reden, was die vorhaben«, so Lloyd.

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Den Vorschlag von Klaus Hell, die Parkfläche um einige Meter nach vorne zu rücken, hielten Franz Aigner und andere wegen des steilen Geländes nicht für realisierbar. Gemeinderat Toni Entfellner, der beim letzten Bauantrag ein Gesamtkonzept angemahnt hatte, sagte, er stehe dieser Neuordnung der Parkplätze positiv gegenüber. Für die Landschaft sei es sicher von Vorteil. Auch Franz Aigner meinte, die Parkplätze berührten das Ganze am wenigsten. Er schlug dagegen vor, das wilde Parken gegenüber der Klinik jenseits der Bundesstraße ganz zu untersagen.

Während Simon Bauer Bedenken hatte, dass der Waldrand angegriffen würde, meinte Katja Kink, dass es sich nordwestlich nur um Unterholz handle und »sauber angelegte Parkplätze« nur positiv seien. Der Bürgermeister meinte, »in der Kürze der Zeit« seit dem letzten Bauantrag habe die Klinik noch kein Gesamtkonzept vorlegen können.

Claudia Kraus schlug vor, der Bauausschuss solle sich demnächst einmal mit den Vertretern der Klinik zusammensetzen und über ein Gesamtkonzept auf längere Sicht sprechen. Mit zehn gegen vier Stimmen genehmigte der Rat schließlich den Umbau und die Erweiterung der Personal-parkplätze.

Robert Bäumler, der Geschäftsführer der Chiemgau-Klinik erklärte im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, dass in Abstimmung mit dem zuständigen Förster für die Befestigung des Parkgeländes lediglich fünf Bäume gefällt würden, die ohnehin aus Altersgründen und wegen weit überhängender Äste hätten gefällt werden müssen. An der Größe der bereits bestehenden Parkplatzfläche ändere sich nichts.

Die Abteilung für Bauen und Planen des Eigentümers der Chiemgau-Klinik, der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, arbeite derzeit bereits an einem Gesamtkonzept, das dem Gemeinderat so bald als möglich vorgestellt würde. Hauptschwerpunkt der Planungen sei derzeit der vom Gemeinderat bereits genehmigte Umbau der physikalischen Abteilung, für den zurzeit die Ausschreibungen laufen.

Das Gelände jenseits der Bundesstraße befinde sich im Besitz der Gemeinde und die Klinik habe keinen Einfluss da-rauf, wenn dort geparkt würde. Robert Bäumler erklärte sich jederzeit dazu bereit, am Ort klärende Gespräche mit den Ge-meinderäten zu führen oder im Gemeinderat Rede und Antwort zu stehen. gi