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Permanentes Museum junger Kunst

Traunstein. Die Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage bringen viele neue Ideen hervor oder schaffen die Möglichkeit, oft lange bestehende Ideen und Vorstellungen im kulturellen Bereich zu verwirklichen. »So etwas habe ich in Stuttgart gesehen und mir gesagt: Das machen wir auch in Traunstein«, sagte sich Herbert Stahl, 2. Vorsitzender des Kunstvereins Traunstein.

Die Schülerin Joanna erklärt ihren Freunden bei der Vernissage gerade die Bedeutung »ihres« Bildes. Weitere Bilder von den jungen Künstlern und ihren Kunstwerken finden sich auf unserer Internetseite unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Foto: Wittenzellner)

Zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern, darunter einigen Schulen aus dem Landkreis schuf man unter dem Motto »Kunst in der Tiefgarage« einen riesigen Kunstraum mit rund 90 Bildern, die nun dauerhaft die grauen und eintönigen Betonwände der Tiefgarage zieren. Auch die Scheiben zum Eingang in die Tiefgarage am Bahnhofsvorplatz wurden neu gestaltet.

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»Quasi ein permanentes Museum junger Kunst«, betonte Stahl bei der Vernissage, zu der rund 150 Besucher gekommen waren. Und auch so mancher Reisende, der sein Auto in der Tiefgarage abstellte, blieb verwundert und interessiert stehen, um sich die Bilder von »Ich packe meinen Koffer« anzusehen.

»Ich wusste gar nicht, dass wir eine so große Städtische Galerie haben«, freute sich Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Man wolle mit der Ausstellung bewusst polarisieren und einen Ort wählen, der nicht alltäglich ist. Viele Menschen würden hier täglich abfahren und wieder ankommen, was gut zum Titel der Ausstellung passe. »Lassen Sie sich entführen in die verschiedenen Ecken der Welt«, so der Oberbürgermeister.

»Ein grauer Platz der Tiefgarage ist in eine aufregende Kunstszene verwandelt worden«, ergänzte Kunstvereins-Vorsitzender Dr. Friedrich Mumm von Mallinckrodt. Er sei sich sicher, dass der »unterirdische Schauraum ein Renner werden wird«. Die Bilder gäben einen guten Einblick in die Fantasien der jungen Generation. Sind diese doch von Schülern der verschiedenen Schulen aus Traunstein, Trostberg und Grassau geschaffen worden. Die Tristesse des Ortes bietet dabei einen ausgezeichneten Platz zum Thema Reisen, das nahezu in allen Facetten dargestellt wird. awi