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Perfekter Fehlstart der Fluglinie »Air Kammer«

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Am Rettenbacher Weiher trafen die Pinguine auf ihre menschlichen »Ebenbilder«. (Foto: Buthke)

Traunstein. Hoch her ging es beim Ball der Katholischen Frauengemeinschaft Kammer im Landgasthaus Jobst in Rettenbach. Für viel Gaudi sorgten dabei wieder die einfallsreichen Einlagen der Frauen aus den verschiedenen Ortsteilen. Das »Obermooser Quintett« tat mit seiner musikalischen Aufforderung zum Tanz und mit lustigen Witzen das Seinige dazu, dass die gut besuchte Faschingsveranstaltung eine runde Sache wurde.


Der »Flug ins Blaue« der Kammerer Frauen mit der »Air Kammer« bekam angesichts der alkoholisierten Piloten eine doppelte Bedeutung. Zunächst mussten die Fluggäste im Flughafen Kellerberg jedoch die Sicherheitskontrolle und den »Tscheg In« durchlaufen, ehe sie den Alb-»Dreamliner« besteigen konnten.

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Neben einer Ratschkathl und einem blinden Passagier nebst Blindenhund fiel dem Polizeibeamten bei der Kontrolle besonders ein seltsames Paar – ein Mönch und eine Nonne – auf, das sich auf Mission begab. Dem Mönch fielen gleich etliche 50- und 100-Euro-Scheine aus der Kutte – das Ergebnis der Kollekte, wie er treuherzig versicherte. Die Kofferkontrolle bei der Nonne förderte Stöckelschuhe, einen erbsündhaften Body und sexy Handschellen zutage. Als alle Passagiere an Bord waren, fehlte beim letzten Aufruf nur noch der Pilot, der geradewegs vom Wirt »einflog«. Der anschließende Start missglückte vollends und endete auf der Kreisstraße TS 1, weil zwar der Pilot, aber nicht die Maschine vollgetankt war. Ein perfekter Fehlstart der »Air Kammer« also.

Weil den Königspinguinen in der Antarktis wegen des Klimawandels das Eis buchstäblich unter dem »Allerwertesten« wegschmilzt und an Wintersport nicht mehr zu denken ist, beschlossen sie, nach Rettenbach auszuwandern. In einem Singspiel schilderten die Rettenbacher Frauen die schlimme Situation am Südpol. In Rettenbach fanden sie wenigstens einen zugefrorenen Weiher vor, in dem sie beim Eisfischen reiche Beute machen und auch Eisstockschießen können. Argwöhnisch wurden sie dabei von menschlichen »Pinguinen«, drei Franziskanerinnen, beäugt, die angesichts der großen Schar neidlos anerkannten: »Nachwuchsprobleme haben die keine.« Die Pinguine vom Südpol mussten jedoch schnell erkennen, dass auch das Eis des Rettenbacher Weihers nicht ewig hält. Deshalb beschlossen sie, nach Ruhpolding weiter zu ziehen, weil dort der Schnee sogar übersommert wird.

Etwas Besonderes hatten sich die Frauen aus Alterfing, Roithwalchen und Umgebung ausgedacht. »Sister Act« dirigierte Handpuppen, die die Musik »I will follow you« aus dem gleichnamigen Film schmetterten. Zum »Radetzkymarsch« tanzten danach Tanzpaare, wobei je ein Unterschenkel einer Akteurin ein Tanzpaar bildete, das über das Tanzparkett hüpfte. Ein Ballett in Mafiabekleidung führten die Frauen aus Gerating, Neuhausen und Reichsberg auf, wobei jeweils je ein Bein von zwei Tänzerinnen durch eine gleichsam getragene Hose verbunden war. Eine richtige Gaudi in Schwarz und Weiß! Bjr