weather-image
12°

Perfekte medizinische Betreuung beim Biathlon-Weltcup

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Professor Dr. Rupert Ketterl ist seit 1996 beim Biathlon-Weltcup für die ärztliche Versorgung der Biathleten und Zuschauer zuständig. (Foto: Brenninger)

Schrecksekunde in der Chiemgau-Arena: Unmittelbar nach dem ersten Wechsel blieb der Schwede Torstein Stenersen bei der Männer-Staffel am Boden liegen. Professor Dr. Rupert Ketterl war sofort zur Stelle und versorgte den Biathleten noch im Zielraum.

Anzeige

Wenig später konnten das Ärzteteam vor Ort und das schwedische Team Entwarnung geben. »Er ist zur Vorsicht zwar ins Krankenhaus gebracht worden, aber es passt alles wieder«, betont Professor Dr. Rupert Ketterl.

Seit 1996 ist Ketterl beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding als medizinischer Ansprechpartner vor Ort. Ihm zur Seite stehen dabei fünf weitere Kollegen – und alle erledigen ihre Arbeit ehrenamtlich und mit großer Freude. »Wir sind alle sportbegeistert«, erzählt der Arzt, der auch unter dem Jahr bei diversen Biathlon-Veranstaltungen wie dem Deutschlandpokal oder der Deutschen Meisterschaft in der Chiemgau-Arena am Fuße des Zirmbergs im Einsatz ist.

Doch vor allem die Biathlon-Weltcup-Tage in Ruhpolding sind etwas ganz Besonderes für das Ärzteteam. Denn auch unter dem Jahr hat es einen engen Kontakt zur deutschen Biathlon-Mannschaft. »Da ist man dann auch bei den Wettkämpfen emotional dabei«, schildert Rupert Ketterl – und Grund zum Jubeln gab es ja auch in Ruhpolding mit dem Sieg der Frauen-Staffel und dem zweiten Platz von Laura Dahlmeier im Massenstart. Der Arzt ist daher auch davon überzeugt, »dass beim Highlight in ein paar Wochen, also bei Olympia, alles passen wird«.

Aber Professor Dr. Rupert Ketterl und sein Team sind nicht nur für die medizinische Betreuung der Sportler beim Biathlon-Weltcup zuständig, sondern natürlich auch für die Zuschauer in der Chiemgau-Arena. Pro Tag sind auch immer mehrere Ärzte vor Ort, um im Notfall einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können. In diesem Jahr musste etwa ein Herzinfarkt-Patient behandelt werden. Ansonsten hat es aber zum Glück nur wieder Routine-Einsätze für das eingespielte Team gegeben. »Nichts Dramatisches«, betont der Arzt.

Ketterl will übrigens auch die nächsten Jahre noch beim Biathlon in Ruhpolding ehrenamtlich tätig sein. »Es macht mir jedes Jahr eine Menge Spaß«, betont er. Bis Mai 2019 ist er ja noch am Klinikum Traunstein/Trostberg beschäftigt. Zwar gab er kürzlich das Amt des ärztlichen Direktors ab, aber er ist weiterhin als Chefarzt der Unfallchirurgie und der Orthopädie tätig. Und damit wird Professor Dr. Rupert Ketterl auch weiterhin engen Kontakt zu den deutschen Biathleten haben – auch wenn er mit ihnen lieber Erfolge auf der Strecke feiern will, als sie medizinisch zu behandeln. SB