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Pausenhof-Renovierung entfacht Talentfeuer

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Raus aus der Schulbank um mit eigener Hände Arbeit Neues schaffen, das begeisterte so manchen Schüler der Grund- und Mittelschule Unterwössen. Mit den Fachleuten vom Walderlebniszentrum Ruhpolding baute die achte Klasse neue Möbel für den Pausenhof.

Unterwössen – Auf den ersten Blick waren die Arbeiten zur Neugestaltung des weiträumigen Pausenhofs an der Schule nur willkommene Abwechslung im Schulalltag.


Doch dann erkannten Schüler ihr praktisches Talent. Begeisterung über das eigene Geschick bricht sich Bahn und freut Schüler, Lehrer und Nachbarn. Weitere Maßnahmen sind geplant, Unterstützer gern gesehen.

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»Die alten Bänke und Pausenhofmöbel waren zu sehr in die Jahre gekommen«, so Lehrer Hanns Ostermaier. Immer wieder bewegte Lehrer und Schulrektor Otto Manzenberger die Fragen: »Was können wir machen, wie können wir den Pausenhof im Sinne der Kinder verbessern? Wo ist etwas schlecht, was muss weg oder ausgebessert werden?« Erste, bewusste Begehungen des Pausenhofs brachten neue Ideen. Die Schule befragte Eltern und Schüler nach Verbesserungsvorschlägen und Wünschen zum Pausenhof. Am Ende waren es eine Fülle an Vorstellungen, aber keine Vorstellung, wie man das unter einen Hut bringen könnte.

Rektor Manzenberger bat die Gemeinde um Unterstützung – auch finanzielle – und stieß auf offene Ohren. Die Gemeinde vermittelte und übernahm die Kosten für den Diplom-Ingenieur und Landschaftsarchitekten Peter Rubeck aus der Planungsgruppe Strasser, Traunstein. In Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe des Lehrerkollegiums erstellte Rubeck erste Pläne, die dann mehrfach überarbeitet wurden. Jetzt sind sie Leitschnur für laufende Arbeiten und weitere Entwicklungen des Pausenhofs.

Diese Woche packten Schüler, Lehrer und Helfer an. »Vom Baum zur Bank« hieß es für die Schüler der achten Klasse. Schüler der achten Klasse, einige ausgewählte der Klasse 9 und Mitarbeiter des Bergwalderlebniszentrums Ruhpolding schlugen gemeinsam zwei Bäume, die die Staatsforsten Ruhpolding der Schule für Schulmöbel spendeten. Fachgerecht arbeiteten die Schüler die Bäume auf und verwendeten das Rindenmaterial gleich für das Schüler-Tippi. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde brachten die fertigen Stämme in den Pausenhof. Mit dem mobilen Sägewerk des Bergwalderlebniszentrums schnitten die Schüler der achten Klasse Bohlen aus dem Rundstamm und verarbeiteten das Holz zu Pausenhofmöbeln.

Parallel dazu konzentrierte sich die Grundschule auf den Schulgarten. Die Schüler der siebten Klasse zogen den Zaun um den Garten herum. Die Schüler der ersten und dritten Klasse widmeten sich dem Insektenhotel. Weitere der Klassen zwei, drei und vier bereiteten die Pflanzen für das Setzen vor.

Die sechste Klasse verschönert mit einem Stelenprojekt den Pausenhof. Die fünfte Klasse verwirklicht sich in einem Malprojekt an den Wänden der Turnhalle. Die Schüler bemalten drei Wände der Turnhalle mit den bunten, fröhlichen und in ihrer Einfachheit lebendigen Figuren. Auf der vierten Wand zum Parkplatz hin planen sie gleichartige eigene Entwürfe. Der Malerbetrieb Michael Hager unterstützt sie am Ende im Feinschliff.

Bürgermeister Ludwig Entfellner erklärte auf unsere Nachfrage, 15 000 Euro habe die Gemeinde für diese Arbeiten im laufenden Jahr in ihren Haushalt eingestellt. Noch einmal die gleiche Summe erhofft sich Schulrektor Otto Manzenberger auch für das nächste Jahr. Auch dann wird noch kein Ende sein. Im Winter werden die Schüler am Schulgarten eine Holzhütte mit einer Grundfläche von 6 mal 4 Metern errichten. Eine Oberwössner Zimmerei hat sich angeboten, die Schüler darin zu unterstützen.

Die derzeitige Ausgestaltung des Hügels im Pausenhof habe sich als ungünstig erwiesen, berichtet Hanns Ostermaier. Der soll verändert werden. Eine naturnahe Hecke und weitere Bäume sollen weiteres Grün bringen. Der Maschendrahtzaun zum Nachbarn wird einem Holzzaun weichen.

Schulrektor Otto Manzenberger kann bereits einen Marktplatz als Schülercafé mit neu geschaffenen Sitzbänken vorstellen. »Das dauert aber schon noch ein bisschen.« Bis dahin sollen dann die Pausenhofgeräte ausgetauscht sein.

So werden demnächst Eltern, Elternbeirat und Förderverein in diesen Aufgaben gefordert sein. Sie haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Ein Fensterbauer stiftet zwei Fenster für die Hütte, Dachschindeln und Dachrinnenhaken sind gespendet. Auf einen Aufruf nach Baumaterial, finanziellen und tatkräftigen Unterstützern hat Schulrektor Manzenberger bereits Resonanz erfahren. Noch immer ist aber reichlich Raum für weitere Hilfe. Bauholz geht noch ab, Dielen für den Hüttenboden. Fachleute für Spenglerarbeiten und Elektroinstallation sind herzlich willkommen. lukk

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