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Patrozinium in der Streichenkirche St. Servatius gefeiert

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Der Schlechinger Kirchenchor beim Patroziniumsgottesdienst in der Streichenkirche. Die Gesamtleitung hatte Maria Blank, am Spinett Andreas Rieth, am Cello Corinna Metz. Die Soli sang Inge Miller.

Schleching. Auf die Bedeutung der Heiligen und insbesondere des heiligen Servatius als Kirchenpatron ging Pfarrer Klaus Wernberger beim Patrozinium in der Streichenkirche ein. Als Schutzheiliger gegen Rheumatismus und Frostschäden sei der heilige Servatius wohl einer der Eisheiligen geworden. Er lebte im fünften Jahrhundert als Bischof von Tongern.


Pfarrer Wernberger malte in seiner Predigt ein lebendiges Bild der vielen Heiligen, die tagsüber brav, blass und mit sanft geneigtem Kopf in den Kirchen stehen. Was erzählen sie sich wohl bei einem fröhlichen Beisammensein, welchem Lebensmotto sind sie gefolgt? Darunter war die Lebensgeschichte des großen Theologen Thomas von Aquin, der gegen den Willen der Familie in den Bettelorden der Dominikaner eintrat. »Was sind wir Knechte Gottes denn anderes als herumziehende Sänger und Spielleute, die die Herzen der Menschen bewegen und erfreuen wollen,« könnte Franz von Assisi in der Runde zum Besten geben. Wenn die Heiligen singen, dann greife wahrscheinlich Cäcilia zu ihrer kleinen Orgel.

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»Vor törichter Andacht und sauertöpfischen Heiligen bewahre uns, o Herr!«, habe Teresa von Avila gebetet. »Als Originale und Suchende sollten wir uns die Heiligen vorstellen, die in Jesus Christus den Sinn ihres Lebens finden, als herzhafte Christen, durch die unsere Kirche lebendiger und farbiger wird – als Vorbilder, die unsere Fantasie anregen, wie wir selbst überzeugend und originell im Sinne Jesu leben könnten«, schloss Pfarrer Wernberger.

Zum Patrozinium gehört seit Jahren eine gesungene Messe des Schlechinger Kirchenchores unter der Leitung von Maria Blank. Heuer sang der Chor die »Missa brevis a tre voci« von Michael Haydn. Die Soli sang Inge Miller. Am Spinett begleitete Andreas Rieth, am Cello Corinna Metz. Zum »Laudate Dominum« (Wolfgang Amadeus Mozart) mit dem Solo von Inge Miller begleitete außerdem Daniela Küfner (Querflöte). Zum Einzug und Ausgang spielten Maria Blank auf der alten Kastenorgel und Konrad Anner (Flügelhorn).

Im Anschluss an den Gottesdienst füllten die Kirchenbesucher und Wanderer die Wirtschaft und den Wirtsgarten beim Berggasthof Streichen. Wegen des unsicheren Wetters fiel das Standkonzert der Schlechinger Musikanten aus. bre