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Patienten befinden sich in sicheren Händen

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Während der Informationswoche wurde auch ein Reanimationstraining angeboten. Dabei im Einsatz (von links): Klinik-Vorstand Stefan Nowack, der Medizinische Direktor Professor Ulrich Bürger und Tobias Kronawitter, der Leiter des Medizinischen Trainings- und Simulationszentrums der Kliniken Südostbayern AG. (Foto: Buthke)

Traunstein. Unter dem Leitspruch »Wann immer das Leben uns braucht« wiesen Mitarbeiter der Kliniken Südostbayern AG im Rahmen einer bundesweiten Aktion im Klinikum Traunstein und in der Kreisklinik Bad Reichenhall auf die vielfältigen Maßnahmen zur Patientensicherheit, zum Qualitätsmanagement und zur Prävention von Behandlungsfehlern hin. Außerdem boten sie ein Reanimationstraining an. Ferner gab es einen »Medizin Talk« über Hygiene und Qualitätsmanagement.


Die Krankenhäuser in Deutschland sind sowohl bei den medizinischen Leistungen als auch in der Qualitätssicherung weltweit führend. In keinem anderen Land sind derart umfangreiche Qualitätssicherungsverfahren eingerichtet. Dies reicht von bundesweiten Strukturvorgaben und Mindestmengen über landesweite Überprüfungen bis hin zu Zertifizierungen. Auch für die Krankenhäuser der Kliniken Südostbayern AG hat das Qualitätsmanagement seit Jahren oberste Priorität.

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»Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren der externen Qualitätssicherung wurde ein Managementsystem eingeführt und in vielen Bereichen nach der Internationalen Norm DIN EN ISO 9001 zertifiziert, welches alle wesentlichen Parameter der Qualität steuert und überwacht«, so der Leiter des Qualitätsmanagements der Kliniken Südostbayern AG, Reinhold Frank.

Um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, wurden Jahre vor der seit 2014 bestehenden, gesetzlichen Ver-pflichtung, die Patientensicherheit in den Kliniken zu verankern, zahlreiche Verfahren und Werkzeuge eingeführt wie Patientenidentifikationsarmbänder, Checklisten zur OP-Vorbereitung und zur OP-Durchführung. Außerdem befindet sich ein klinisches Risikomanagementsystem im Aufbau.

»Unsere Einrichtungen werden dieses Maßnahmenpaket zielstrebig weiterentwickeln und die Bevölkerung darüber fortlaufend informieren«, sagte Stefan Nowack, Vorstand der Kliniken Südostbayern AG. Jeder einzelne Mitarbeiter werde sich auch in Zukunft voll einsetzen, um die steigenden Anforderungen zu erfüllen. Dafür bräuchten die Krankenhäuser aber auch stabile finanzielle Rahmenbedingungen und eine faire Diskussion über die Qualität der Behandlungen ohne Vorurteile und Falschbehauptungen, betonte der Klinik-Vorstand.

Die Finanzierung der Kliniken müsse angemessen, nachhaltig, verlässlich und langfristig zukunftsorientiert ausgerichtet sein. »Nur so kann eine regional hochwertige medizinische Versorgung mit akzeptablen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sichergestellt werden«, meinte auch der Medizinische Direktor Professor Ulrich Bürger. Unabwendbare Kostensteigerungen, die etwa durch Tarifsteigerungen oder moderne Behandlungsverfahren entstehen, müssten refinanziert werden.

Nowack betonte ferner, dass auch Investitionen in die Infrastruktur der Kliniken unverzichtbar seien, um die Leis-tungsfähigkeit der Krankenhäuser dauerhaft zu gewährleisten. »Dazu sind einfache Förderrichtlinien notwendig, die sich an die schnellen Veränderungszyklen im Gesundheitswesen anpassen.« Die Krankenhausplanung müsse Ländersache bleiben und die Besonderheiten der ländlichen Gebiete verstärkt berücksichtigen. Die Selektiv- und Rabatt-verträge mit den Krankenkassen müssten verschwinden. Sie seien Ursache für die ungleichen Machtverhältnisse unter den Akteuren des Gesundheitswesens, betonte der Klinik-Vorstand. Bjr