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Pater Johannes Hauck feiert Nachprimiz

Waging am See. Seine Nachprimiz feiert am Allerheiligentag um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche Otting Pater Johannes Hauck von der Benediktinerabtei Niederaltaich im Landkreis Deggendorf, in der Heimatpfarrei seiner Mutter Hildegard. Der Gottesdienst wird musikalisch umrahmt von Orgelmusik und den Klängen der Blaskapelle Jung-Otting.

Pater Johannes Hauck, dessen Mutter aus Mayerhofen stammt, ist Mönch in der Benediktinerabtei Niederaltaich im Landkreis Deggendorf, in der die klösterlichen Gottesdienste nach dem römischen und dem byzantinischen Ritus gefeiert werden.

Pater Johannes wurde 1975 in München geboren und wuchs in Elsenz in Baden auf. Nach dem Abitur und einem Indienaufenthalt absolvierte er eine Schreinerlehre und arbeitete in einem Betrieb bei Karlsruhe. Im Jahr 2000 trat er in die Benediktinerabtei Niederaltaich ein und wurde hier Mönch im ostkirchlichen Ritus. Nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Pädagogik in Würzburg und München leitet er inzwischen das klostereigene Gäste- und Tagungshaus St. Pirmin, moderiert die Kurse »Kloster auf Zeit«, hält Vorträge und Seminare zu verschiedenen spirituellen Themen.

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Pater Johannes fühlt sich der hiesigen Region sehr verbunden, wie er dem Traunsteiner Tagblatt erzählt. Dadurch, dass die Verwandtschaft seiner Mutter in Mayerhofen und Umgebung zu Hause ist, sei er mit den Eltern und der Schwester alle Jahre ein paar Mal hierher gekommen. Gerade an Allerheiligen habe seine Familie stets am Gräberumgang in Otting teilgenommen. Und im Sommer habe er mit seinem inzwischen verstorbenen Vater eine Menge Berge »abgeklappert«. Zudem plane die Mutter, wieder in die Heimat zu ziehen.

Schon gegen Ende seiner Schulzeit begab sich Pater Johannes auf die intensive Suche nach Gott, um die Frage zu klären, worauf er sein Leben bauen solle und was dran sei »am Gerücht Gottes«. Über einen indischen Pfarrer bekam er Gelegenheit, Orte und Plätze in Indien kennenzulernen, an die sonst kaum ein Ausländer kommt: Begegnungen mit Ureinwohnern, Geistlichen, Orden und nicht zuletzt mit Menschen, die mit sehr wenig auskommen müssen. Dieses halbe Jahr habe ihm die Einsichten vermittelt, die sein Leben prägen sollten.

So war nach weiteren Reisen und Besuchen in Klöstern verschiedener Orden die Zeit reif: »Im Februar 2000 trat ich in die ökumenisch ausgerichtete Benediktinerabtei Niederaltaich ein«. Dort leben die Mönche im Sinne der Vermittlung zwischen den Konfessionen als Gemeinschaft in zwei Traditionen und feiern die klösterlichen Gottesdienste nach dem römischen und dem byzantinischen Ritus. In seinem Noviziat wurde Pater Johannes »in die Traditionen des christlichen und klösterlichen Lebens eingeführt, nicht zuletzt auch in die Schönheit der Liturgie, des Stundengebets und des Gesangs«. Nach eineinhalb Jahren legte er die Profess ab und wurde Mönch im byzantinischen Ritus. Von 2002 bis 2007 studierte er Theologie, Philosophie und Pädagogik in Würzburg und München. Seit 2009 begleitet er die neu ins Kloster Eintretenden auf ihrem Weg zum Mönchtum. Er ist Schriftleiter verschiedener Klosterzeitschriften, gestaltet die Internetseite der Abtei und leitet das Tagungshaus.

Als weiterer geistlicher Dienst kommt nun das Priesteramt hinzu. Nach seiner Priesterweihe am 5. Oktober und dem ersten Gottesdienst in Niederaltaich hat er nun Heimatprimiz in Elsenz gefeiert und kommt am 1. November zur Nachprimiz in die alte Heimat seiner Mutter. Hier geleitet ihn die Blaskapelle Jung-Otting zur Kirche und danach zum Weißwurstfrühstück zum Oberwirt. he