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Pater Bernhardus zeigte sich bissig

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Für Begeisterung sorgte die Starkbierrede von Pater Bernhardus alias Bernd Schweiger. (Foto: Wolf)

Chieming. Pater Bernhardus predigt nun schon seit Jahren zu den Chiemingern. Mal findet er mehr Gehör, mal weniger – dieses Jahr beim Bräu in Hart johlte die Gemeinde. Denn Fastenprediger Bernd Schweiger alias Bernhardus war dabei ordentlich bissig.


Wie immer leitete er gekonnt über von der internationalen Politik in heimische Gefilde. So wunderte er sich, dass ein Drittel der Italiener einen Komiker wählte. Aber so erstaunlich sei das doch nicht: »In Chieming waren es mehr als ein Drittel.« Natürlich hatte er »die Roten« im Visier. Seine linke Hand würde er sich abhacken, so Bernhardus, so sicher sei er sich, dass Steinbrück nie Bundeskanzlerin werden würde.

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Respekt zollte er dem emeritierten Papst. Franziskus wähnte er bald im Training der 60er – er habe ja dort hinwollen, wo Elend und Not am Größten ist. Und angesichts der jüngsten Lebensmittelskandale meinte er, es habe nun ganz andere Bedeutung, wenn jemand Schimmel in seiner Lasagne finde.

Seine lokalen Watschn durften sich der Bürgermeister und viele Gemeinderäte persönlich abholen. So erklärte er dem erstaunten Benno Graf, er könne das Geld der Bürger direkt von deren Konto nehmen. Denn: »Was auf Zypern geht, geht sicher auch in der Stötthamer Straße.« Fast schon zum Klassiker werden seine Bushäusl-Anekdoten. Beschwerden darüber, dass die Fahrpläne nachts nicht zu lesen seien, ließ er nicht gelten, denn: »Wo fährt denn in Chieming nachts ein Bus?«

Die Namensfindung für den »Platz der Begegnung« hingegen könne als abgeschlossen betrachtet werden – es seien schon blaue Schilder mit einem passenden Namen aufgestellt: »Parkplatz«. Nur in Hart selbst war »nix los«, beschwerte sich der Pater. Das solle sich bessern bis zur nächsten Predigt. naw