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Parzinger ist stolz auf den Titel »Altbürgermeister«

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Der frühere Traunreuter Bürgermeister Franz Parzinger (links) wurde zum Altbürgermeister ernannt. Die Urkunde mit der Ehrenbezeichnung überreichte ihm sein Nachfolger Klaus Ritter in der jüngsten Stadtratssitzung. (Foto: Rasch)

Traunreut. Dass der ehemalige Bürgermeister der Stadt Traunreut Franz Parzinger an seiner Wahlniederlage zu knabbern hat, versteht sich von selbst. Auch die Ernennung zum Altbürgermeister mag für den 58-jährigen Traunwalchner nur ein schwacher Trost sein. Auf die Ehrenbezeichnung ist er aber trotzdem stolz. »Ich bin stolz, dass ich diesen Titel jetzt führen darf«, sagte er bei der Verleihung des Ehrentitels in der letzten Stadtratssitzung.


Die Urkunde und einen Blumenstrauß für seine Frau Margit überreichte ihm sein Nachfolger Klaus Ritter unter Beifall des Gremiums. Ritter würdigte die Verdienste des Ex-Bürgermeisters und dankte ihm für zwölf arbeitsreiche Jahre. Mit seiner Unterschrift verewigte sich Parzinger auch im Goldenden Buch der Stadt Traunreut und verabschiedete sich ein letztes Mal per Handschlag vom Gremium und von der Verwaltung. Gerüchte, Parzinger sei wegen seiner Wahlniederlage immer noch sauer und werde so richtig vom Leder ziehen, bestätigten sich nicht. Ganz im Gegenteil: In seiner Dankesrede fand er nette Worte und wünschte dem Stadtrat beim Lenken weiterhin eine glückliche Hand. In den vergangenen zwei Wahlperioden sei gemeinsam vieles abgearbeitet, erarbeitet und seien zahlreiche Projekte umgesetzt worden, blickte er zurückblick. Auch das »Wir-Gefühl« und das Zusammenleben in der Stadt zu stärken – was ihm immer wichtig gewesen sei – sei durch viele Veranstaltungen, die auf ein professionelles Gleis gestellt worden seien, zweifellos gelungen. Traunreut stehe gut da, weil zukunftsweisende Weichen gestellt worden seien. Im Vergleich zu anderen Kommunen besitze die Stadt Freiräume und könne sich positiv entwickeln. Über seine persönliche Zukunft äußerte er sich nicht. Gegenüber der Presse räumte er aber ein, als Mitglied des Kreistages und in vielen Ausschüssen noch »gut zu tun« zu haben.

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Parzinger (CSU), der bei den Kommunalwahlen zum dritten Mal als Bürgermeister kandidierte, verlor am 30. März die Stichwahl gegen Herausforderer Klaus Ritter von den Freien Wählern. Bei einer geringen Wahlbeteiligung von 40 Prozent entfielen auf Ritter 54,4 Prozent und auf Parzinger 45,6 Prozent. Aus seiner Wahlniederlage zog Parzinger auch seine Konsequenzen und legte sein Stadtratsmandat nieder. »Ich denke, dass es für alle das Beste ist, wenn ich nicht mehr dabei bin«, lautete seine Erklärung. ga