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Parklücken sollen 2,5 Meter breit werden

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Um Situationen wie diese an der  Adalbert-Stifter-Straße  in  Traunreut  künftig  zu  vermeiden, werden  im Zuge des Straßenausbaus auf der Südseite (links) Parkbuchten geschaffen. Die sehr desolate Straße soll voraussichtlich 2019 ausgebaut werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Um beim Ausbau der Adalbert-Stifter-Straße den Eingriff in die Grünanlage so gering wie möglich zu halten, sollten die Parkbuchten für die insgesamt 35 Längsparkplätze eine Tiefe von zwei Metern erhalten.


Auf Anregung von Stadtrat Sepp Winkler (Bürgerliste) sollen nun die sogenannten Parktaschen 2,5 Meter breit werden. Winkler vertrat bei der Vorstellung des aktuellen Entwurfs in der Bauausschusssitzung die Meinung, dass 2,5 Meter angemessener wären. Als Grund führte er an, dass die Autos immer größer werden und es durch den geplanten, beidseitigen Fahrradstreifen zu gefährlichen Situationen kommen könnte.

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Bei der ersten Vorstellung des Entwurfs vor rund einem Jahr hatte Winkler noch angemahnt: »Das ist der letzte durchgehende Grünzug in der Stadt, im Zweifel sollten wir davon lieber weniger wegzwacken.« Offenbar hat er seine Meinung zwischenzeitlich geändert: »Wir sollten abwägen zwischen einer Verkehrsanlage für die nächsten 30 Jahre und einem Wurzelwerk«, sagte er. Durch den Ausbau müssen aufgrund der Stellflächen-Neuanordnung entlang der Straße, die durchgehend in die Grünfläche ragen werden, einige Bäume gefällt werden.

Der erste Vorentwurf sah insgesamt acht Baumfällungen vor. Eine konkrete Aussage, ob durch die Verbreiterung der Parkplätze jetzt weitere Bäume geopfert werden müssen, konnten die Vertreter des Planungsbüros SAK Traunstein, Monika und Hans Althammer nicht treffen. Fakt ist, dass die Planer von der Stadtgärtnerei darauf aufmerksam gemacht worden sind, den Eingriff in die Grünfläche so gering wie möglich zu halten.

Vor diesem Hintergrund hatte das Planungsbüro zwei Meter breite Parkbuchten vorgeschlagen, die nach Angaben der Planer auch ausreichend wären. Aus Verkehrssicherheitsgründen wären allerdings 2,5 Meter angemessener. »Das Problem sind die unmittelbar entlang der Fahrbahn geplanten Fahrradstreifen. Deshalb wären 2,5 Meter angebracht«, sagte Althammer dem Traunsteiner Tagblatt. Die Anregung von Winkler, die Parkbuchten um 50 Zentimeter breiter zu machen, wurde bei drei Gegenstimmen mitgetragen.

Im Zuge des Straßenausbaus, der für 2019 vorgesehen ist, soll im Kreuzungsbereich an der Traunwalchner Straße ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 24 Metern angelegt werden. Wie Bürgermeister Klaus Ritter (FW) erklärte, gebe es aber große Bedenken, für die klassische Variante (Variante 1) auch die Grundstücke zu bekommen. Bei den Alternativvarianten, die eine Verschiebung des Kreisels nach Süden bedeuten würden, wäre kein Grunderwerb erforderlich. Allerdings müssten hier drei alte Buchen gefällt werden.

Die Baukosten würden sich nach Angaben der Planer bei allen Varianten die Waage halten. Bernhard Seitlinger (CSU) sprach sich klar für die klassische Variante 1 aus. »Was anderes kommt für mich nicht in Frage. Eine Verschiebung des Kreisverkehrs nach Süden tät weh. Ich hoffe, dass wir die Variante 1 hinbringen werden.« Insofern ist jetzt der Bürgermeister gefordert, mit den Grundstücksbesitzern zu verhandeln. »Ich werde mein Bestes versuchen«, versprach Ritter.

Thomas Danzer (FW) würde es bedauern, wenn die alten Buchen einem Kreisverkehr zum Opfer fallen würden. Er wies auch darauf hin, dass die geplanten überfahrbaren Ränder am Kreisverkehr sehr viel Lärm verursachen würden. Das Gremium verständigte sich schließlich einvernehmlich darauf, die Variante 1 zu bevorzugen. Sollte diese nicht zum Tragen kommen, müsste über die Alternativen diskutiert werden. Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde die Kostenberechnung. 2,2 Millionen Euro wird das Bauvorhaben kosten. 100 000 Euro sollen in den Haushalt 2018 eingestellt werden und der Rest in den Folgejahren.

Auf der Basis der Beschlüsse soll die Entwurfsplanung, die vom Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag nächster Woche noch abgesegnet werden muss, soll jetzt weiter ausgearbeitet werden. Der Ausbau der 880 Meter langen Straße sieht vor, die Fahrbahn von 6,5 Meter auf sieben Meter zu verbreitern. Am nördlichen Fahrbahnrand soll ein zwei Meter breiter Gehweg gepflastert werden. Derzeit befindet sich dort ein 1,5 Meter breiter Fußgängerweg.

An der Südseite sollen insgesamt 35 Längsparkplätze angeordnet werden. Durch das Aufbringen von beidseitigen Fahrradschutzstreifen ist dann ein »wildes Parken« nicht mehr möglich. Es darf nur noch in den Buchten geparkt werden. ga

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