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Panne vorgetäuscht - Fluchtversuch über die Autobahn

Einer Person werden Handschellen angelegt
Einer Person werden Handschellen angelegt. Foto: Andreas Gebert/Archiv Foto: dpanitf3

Bergen/Rastanlage Hochfelln/Nord - Am heutigen Freitagmorgen gegen 3.40 Uhr wurde die Verkehrspolizei Traunstein durch einen Mitarbeiter der Rastanlage Hochfelln/Nord darüber informiert, dass ein ausländischer Autofahrer vermutlich einen technischen Defekt mit seinem Wagen habe und er Hilfe benötige.

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Die eintreffenden Beamten fanden jedoch eine komplett andere Situation vor. Eine in der Schweiz lebende 30-jährige Slowakin suchte über das Internet eine Mitfahrgelegenheit von der Slowakei in die Schweiz. Der spätere 25-jährige Beschuldigte, ebenfalls in der Slowakei geboren und in der Schweiz wohnhaft nahm sich der Sache an. Auf der Fahrt in Richtung Schweiz gab der Fahrer letztlich an, dass er vermute, dass seine ihm unbekannte Mitfahrerin Drogen in ihrem Gepäck versteckt halte und diese schmuggeln möchte. Er fuhr an die Rastanlage Hochfelln und täuschte eine Motorpanne vor. Er verständigte daraufhin die Polizei welche ihm Hilfe leisten sollte.

Es stellte sich heraus, dass die Behauptungen gegenüber seiner Mitfahrerin absolut haltlos waren. Mit der Slowakin wurde vereinbart in der Rastanlage zu warten und einen Bekannten zur Weiterfahrt zu organisieren. Nachdem dies seinen Lauf nahm lief der 25-jährige vom Raststättenbereich in Richtung Richtungsfahrbahn München. Auf die Zurufe durch die Polizeibeamten reagierte er überhaupt nicht mehr und behauptete letztlich, dass die vor Ort anwesenden Polizeibeamten, welche uniformiert waren, überhaupt keine seien. Mit Unterstützung einer Streife der Polizei Traunstein konnte letztlich der Fahrer, welcher immer wieder am Standstreifen hin und hersprang in Gewahrsam genommen werden.

Aufgrund von massivem Widerstand mussten ihm zudem Handfesseln angelegt werden. Bei der Widerstandshandlung wurde ein Beamter der Verkehrspolizei leicht am rechten Daumen verletzt. Da sich nun die bereits zuvor festgestellten Anzeichen eines Drogenmissbrauchs immer mehr bestätigten, wurde der Fahrer zur Blutentnahme mit ins Klinikum nach Traunstein verbracht. Auch diese war nur in gefesseltem Zustand möglich. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte in die Haftzelle der Polizei Traunstein verbracht.

Den Beschuldigten erwartet nun neben einem Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auch ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr infolge anderer berauschender Mittel. Sein Führerschein wurde an Ort und Stelle beschlagnahmt.
Pressemeldung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein