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Päpstliche Grüße zur Jubiläumsfeier

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Im Turm der Wallfahrtskirche grüßt nun das Wappen von Papst Benedikt XVI. die Pilger und Besucher und das Gruß- und Segenswort des emeritierten Oberhirten aus Vatikanstadt begleitet die Gläubigen wieder zurück in den Alltag: »Den Pilgern, die dieses mir von Kindheit an liebe und vertraute Heiligtum besuchen, entbiete ich von Herzen Gruß und Segen.«

Siegsdorf. Persönliche Grüße des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hatte Bischof Josef Clemens aus Rom im Gepäck, als er das feierliche Pontifikalamt zum 200. Jahrestag der Wiederbelebung der Wallfahrtskirche Maria Eck leitete (wir berichteten kurz). Der bekennende »Chiemgauer«, wie sich Bischof Clemens bezeichnete, kam vor 29 Jahren mit Josef Ratzinger erstmals in den Chiemgau und nach Maria Eck und fand sofort Gefallen an der Region.


In seiner Predigt fand Clemens viele Brücken zwischen Rom und Maria Eck und betrachtete besonders die Geschichte und den spirituellen Hintergrund des Gnadenbildes von Maria Eck. »Wir können den vielen Generationen gläubiger Chiemgauer, die sich seit Jahrhunderten für den Erhalt dieses Kleinodes einsetzen, nur danken«, sagte der Bischof.

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Großer Applaus für die Arbeit der Franziskaner

In feiner Weise gestalteten die Voglauer Sänger mit festlichen Liedern und wohltönenden Jodlern den Gottesdienst, bei dem der Bischof von den Pfarrherren der fünf Garantiegemeinden und den Brüdern des Klosters unterstützt wurde.

Siegsdorfs Pfarrer Thomas Rechberg nutzte die Gelegenheit, den Franziskaner Minoriten aus dem Kloster Maria Eck für ihre unermüdliche und unersetzliche Arbeit rund um die Wallfahrtskirche zu danken. Unter großem Beifall der Gottesdienstbesucher sagte Rechberg: »Liebe Franziskaner, wir freuen uns sehr, dass ihr seit 122 Jahren hier oben auf dem Ecker Berg lebt und arbeitet.«

Zwei junge Trachtendirndln aus Scharam überraschten den Bischof abschließend mit einem alpenländischen Blumengruß, bevor mit dem bischöflichen Segen und einem Marienlied die Messe zum Gedenken an die mutigen Chiemgauer, die 1813 den Abriss der Kirche verhindert hatten, ausklang.

Bischof Josef Clemens und die Franziskaner hatten aber noch eine weitere Überraschung zum Patroziniumsfest der Wallfahrtskirche parat. Ein Wappen von Papst Benedikt XVI., das bisher in der Unterkirche der Basilika San Francesco in Assisi den Platz über dem Papststuhl geziert hatte, hängt nun im Turm der Wallfahrtskirche Maria Eck und erinnert an den emeritierten Papst, dem nach eigener Aussage der Chiemgau und die Wallfahrtskirche Maria Eck immer noch sehr am Herzen liegen.

Zum Abschluss des Gottesdienstes segnete Bischof Clemens das Wappen und die kleine Tafel mit den persönlichen Grüßen von Papst Benedikt und versprach, beim abendlichen Treffen in Rom, den Dank und die Wünsche der »Maria Ecker« zu übermitteln. FK