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Pachtvertrag mit Adalbert Stürzer verlängert

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Die Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Schleching (von links): Beisitzer Thomas Pletschacher, zweiter Vorstand Robert Glück, Schriftführer Wolfgang Bachmann, Kassier Franz Fembacher und Vorstand Jakob Stadler. (Foto: Uwe Wunderlich)

Schleching – Jakob Stadler bleibt Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Schleching. Er wurde bei der Jahresversammlung der Jagdgenossen und Jagdangliederungsgenossen im Gasthof Zellerwand in Mettenham bestätigt. Auch wurde einer Verlängerung des Jagdpachtvertrags mit Adalbert Stürzer zugestimmt.


Vorsteher Stadler berichtete von vier Ausschuss-Sitzungen, in denen es primär um die Abschusspläne der Unteren Jagdbehörde ging und um die Verbiss-Situation im Wald. Der Drei-Jahres-Abschussplan (2016 bis 2018) sieht 60 Stück Rehwild vor. Beim Rotwild (2016/17) werden drei Hirsche und drei Hirschkühe freigegeben und bei den Gämsen (2016/2017) zwei Böcke und vier Geißen. Jakob Stadler bemerkte dazu, dass er sich für Schleching bei den Gämsen eine niedrigere Abschussrate wünschen würde, um die Population nicht zu gefährden, da die Geißen erst mit drei Jahren geschlechtsreif werden. »Das Gamswild gehört zu unserer Kulturlandschaft und muss geschont werden«, verwies er in Richtung von Paul Höglmüller, Leiter des Forstbetriebs Ruhpolding.

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Kurz berichtete Jakob Stadler von interessanten Versammlungen beim Bayerischen Bauernverband mit den Themen »Ergebnisse des Vegetationsgutachtens« und »Energiehaushalt von Rehen im Jahresverlauf«.

Paul Höglmüller berichtete von dem »Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung« der Bayerischen Forstverwaltung und sah eine ausgewogene Balance zwischen Abschuss und Verbiss. Bei den Tannen sei der Verbiss von fünf auf jetzt zwölf Prozent gestiegen, aber immer noch im tolerierbaren Bereich. Er sah in der Waldverjüngung eine positive Entwicklung, die auch von den Rehen genutzt werde. Die Abschusspläne haben sich trotzdem nicht wesentlich erhöht und der Bestand beim Rotwild sei fast gleich geblieben, meinte Höglmüller. Bei der Entwicklung der Gämsen sah er keinen Handlungsbedarf. »Sie stehen ja nicht am Abgrund« begründete er die gleichbleibenden Abschusszahlen. Weiter berichtete Höglmüller von einem Projekt zur Frage: »Wie wirkt sich die Jagd auf die Population aus?« Dabei werden mit Hilfe der Telemetrie mit Sendern versehene Hirsche verfolgt und ihre Lebensweise erforscht.

Der Bericht von Jagdpächter Stürzer befasste sich mit der Pachtverlängerung, wofür er sein Interesse für die nächsten sechs Jahre bekundete und eine Erhöhung der Pacht von zehn Prozent anbot. Weiter berichtete er, dass er wegen des milden Winters mit der Abschusszahl nicht zufrieden war. Beim Rotwild und Gämsen erreichte er nur jeweils vier statt sechs Stück, beim Rehwild lag er im Plan. In der anschließenden Abstimmung wurde der Pachtverlängerung für weitere sechs Jahre zugestimmt.

Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft wurden in geheimer Wahl der erste Vorstand, Jakob Stadler, der zweite Vorstand, Robert Glück, der erste Beisitzer und Kassier, Franz Fembacher, sowie als zweiter Beisitzer Thomas Pletschacher bestätigt. Per Akklamation wurde Wolfgang Bachmann wieder zum Schriftführer gewählt.

Hubert Zaiser aus Raiten beklagte die großen Schäden, die der Biber bei ihm verursacht. Jakob Stadler klärte ihn auf, dass es einen »Biber-Beauftragten« im Landratsamt Traunstein gebe. Stadler will auch mit dem Bauernverband reden, um eine Lösung zu finden. wun