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Otto Zach bleibt Obermeister der Elektro-Innung

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Unter bewährter Führung bleibt die Elektro-Innung Traunstein. Unser Bild zeigt (von links) Obermeister Otto Zach, Kreishandwerksmeister Peter Eicher, der bei den Neuwahlen als Wahlleiter fungierte, sowie den stellvertretenden Obermeister Peter Müller. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Die Elektro-Innung Traunstein bleibt unter bewährter Führung: Bei der Jahreshauptversammlung wurde Otto Zach für weitere drei Jahre bestätigt.


Auch alle anderen Ämter wurden unverändert besetzt. Die Innung, die sich über die vier Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf erstreckt, gehört zu den größten Handwerkervertretungen im südostbayerischen Raum. Insgesamt haben sich 164 Betriebe zusammengeschlossen.

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Obermeister Zach und sein Stellvertreter Peter Müller gingen auf die umfangreichen Aktivitäten in der Vorstandschaft und Innung ein. Auch aktuelle Entwicklungen in der Elektrotechnik, wie beispielsweise die aktuellen Förderrichtlinien im Rahmen der Elektromobilität, wurden besprochen. Zach wies darauf hin, dass der örtliche Elektrobetrieb für den Verbraucher und Kunden erster Ansprechpartner sei, wenn es um die Thematik gehe.

Kritisch äußerte er sich zum EU-Dienstleistungspaket, das nicht nur neue Anforderungen bei der Prüfung der Berufsreglementierung der Mitgliedstaaten bringt, sondern auch in die Souveränität der Mitgliedsstaaten eingreift. »Diese Vorschläge sind eine Gefahr für das Handwerk und die Meisterpflicht«, machte der Obermeister deutlich und verwies darauf, dass eine Aufweichung der bestehenden Regularien letztlich auch zum Schaden für den Verbraucher sei, der aber auf eine gleichbleibend hohe Qualität im Handwerk nicht verzichten wolle.

Dagmar Sinzinger von der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land, die für die Geschäftsführung der Innung die Jahresrechnung 2016 vorlegte, präsentierte positive Zahlen, die nach dem Votum der Kassenprüfer Harald Gronert und Peter Schillinger ohne Gegenstimme verabschiedet wurden. Auch der Haushaltsplan für das laufende Jahr wurde ohne Nein-Stimmen durchgewunken.

Lehrlingswart Hermann Stadler hielt unter anderem eine Rückschau auf die letzte Gesellenprüfung. Dort erhielten 72 Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik bei der Freisprechungsfeier der Innung mit überwiegend guten Ergebnissen die begehrten Gesellenbriefe und wurden gemäß einer Jahrhunderte alten Tradition von den Pflichten ihres Lehrverhältnisses freigesprochen.

Turnus gemäß standen dann die Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft an. Otto Zach bleibt weiterhin Obermeister, sein Stellvertreter ist Peter Müller. Als Beisitzer wurden Stefan Büchele, Hermann Stadler, Franz-Xaver Enzinger, Paul Rock, Thomas Sachenbacher und Ludwig Pfandl wiedergewählt. Als Fachgruppenleiter Energie- und Gebäudetechnik wurde Christian Loider und als Stellvertreter Siegfried Eschlberger gewählt. Fachgruppenleiter Informationstechnik ist wie bisher Johannes Mitterreiter, die Stellvertretung übernimmt weiterhin Jürgen Scheper. Für die Rechnungsprüfung stellten sich wieder Harald Gronert und Peter Schillinger zur Verfügung. Dass bei der nächsten Wahl in rund drei Jahren eine »Wachablösung« bevorsteht, machten Zach und Stadler, der das wichtige und arbeitsreiche Amt des Lehrlingswarts begleitet, deutlich. Sie stellen sich im Jahr 2020 nicht mehr zur Verfügung.

Weitere Themen waren zum Beispiel die Anpassungen beziehungsweise Erhöhungen der Lohnzahlungen. Einzelne Betriebe wie auch Innung und Verband erhöhen daneben die Bemühungen in der Gewinnung von neuen Auszubildenden. Schnupperpraktika für unter 15-Jährige sollen dabei helfen, Schüler für Berufe im E-Handwerk zu begeistern. awi