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Osenstätter tritt als OB-Kandidat der CSU an

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Der Traunsteiner CSU-Ortsvorsitzende Christian Hümmer (links) gratulierte dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Wolfgang Osenstätter, zur Wahl als OB-Kandidat. (Foto: Buthke)

Traunstein. Die Entscheidung fiel deutlicher aus, als manche CSU-Mitglieder im Vorfeld erwartet hatten: Bei der Aufstellungsversammlung des CSU-Ortsverbands Traunstein setzte sich Wolfgang Osenstätter mit 60 Stimmen (57,1 Prozent) der 105 abgegebenen Stimmen gegen seinen Mitbewerber Otto Baur durch, der 38 Stimmen (36,2 Prozent) erhielt. Sieben Stimmen waren ungültig. Osenstätter führt auch die Stadtratskandidatenliste an. In der Einzelabstimmung darüber bekam er ohne Gegenkandidat 69 Stimmen.


Vor der Wahl hatte der Ortsvorsitzende Christian Hümmer eindringlich an die Geschlossenheit der Mitglieder appelliert und für Osenstätter als Vorschlag der Ortsvorstandschaft geworben. »Das Bild, das wir heute abgeben, wird die CSU nach außen prägen«, betonte er. Es gehe in erster Linie um die Stadt Traunstein, in zweiter Linie um den CSU-Ortsverband und in dritter Linie erst um das eigene Fortkommen und die eigene Person. In Richtung der innerparteilichen Opposition meinte er, jeder, der Ideen einbringen wolle, dürfe sich einbringen. »Ich habe alles versucht, um Einigkeit herzustellen, aber letztlich war es erfolglos.« Die CSU Traunstein sollte jedoch alle Kraft darauf verwenden, um das Rathaus zu erobern. Zu der von der Vorstandschaft vorgeschlagenen Stadtratskandidatenliste stellte Hümmer fest. »Ich kenne keine andere Liste, die so ausgewogen ist.« Er forderte von allen Respekt und Achtung ein. »Die Bürger wollen, dass wir die Probleme der Stadt lösen und keine Selbstbeschäftigung betreiben.«

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Otto Baur sagte in seiner Bewerbungsrede, Sparen sei das Eine, investieren das Andere. »Traunstein muss attraktiv werden für Firmen, die hochwertige Arbeitsplätze schaffen.« Die Betriebe generierten Konsum für die Stadt. Traunstein leide aber unter einem ständigen Auf-der-Stelle-Treten. »Ich möchte mich dafür einsetzen, dass es für die Stadt und für die Menschen voran geht«, so Baur. Dazu brauche man ein starkes Team und Persönlichkeiten. »Nur gemeinsam können wir es schaffen«, unterstrich Baur.

Wolfgang Osenstätter sagte, als Oberbürgermeister der Stadt wolle er die Leute zusammenbringen, die etwas bewegen wollen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und bürokratische Hürden überwinden helfen. Es dürfe nicht sein, dass sich Traunsteiner Firmen aus der Stadt verabschiedeten, weil der Grundstückspreis zu hoch sei. Er kritisierte daher das ablehnende Verhalten anderer Fraktionen bei Ausweisung neuer Gewerbe-, Wohn- und Handelsflächen in Richtung Siegsdorf. »Heute wollen wir keinen Sporthändler, morgen keinen Lebensmittelhändler und übermorgen gar nichts.« Bei der Aufstellung der Stadtratskandidatenliste gab es nur eine dicke Überraschung: Die von der CSU-Vorstandschaft auf Platz vier vorgeschlagene Stadträtin Christa Fuchs unterlag in der Einzelabstimmung der Nachwuchspolitikerin Isabelle Thaler mit 49:53 Stimmen. Fuchs kam schließlich auf Platz neun. Mit nur einer Stimme unterlag Konrad Baur Stadtrat Stefan Namberger in der Einzelabstimmung um Platz 12. Mit 38 Stimmen erzielte Walter Niederberger ein achtbares Ergebnis gegen den Zweiten Bürgermeister Hans Zillner, auf den 64 Stimmen bei der Einzelabstimmung um Platz drei fielen. Die meisten Stimmen (88) konnten Doreen Hönicke-Rettstadt und Christine Ahlheim auf sich vereinigen. Ein gutes Ergebnis erreichten auch der CSU-Vorsitzende Hümmer mit 81 Stimmen auf Platz zwei und Stadtrat Karl Schulz mit 79 Stimmen auf Platz fünf.

Die Liste der CSU-Stadtratskandidaten hat folgende Reihung: 1. Wolfgang Osenstätter, 2. Christian Hümmer, 3. Zweiter Bürgermeister Hans Zillner, 4. Isabelle Thaler, 5. Karl Schutz, 6. Doreen Hönicke-Rettstadt, 7. Florian Kick, 8. Peter Faßbender, 9. Christa Fuchs, 10. Christine Ahlheim, 11. Sepp Häusler, 12. Stefan Namberger, 13. Ernst Harrecker, 14. Konrad Baur, 15. Christian Maaßen, 16. Andrea Kick, 17. Franz Gruber, 18. Martin Litwinschuh, 19. Kerstin Boos, 20. Klaus Schneider, 21. Rolf Wassermann, 22. Alexander Caligari, 23. Andreas Nolte und 24. Gerald Berger. Bjr