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Orts-Logo für Marquartstein geplant

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Zusätzlich zum Gemeindewappen, das aus den Zeichen der Adelsgeschlechter Hohensteiner und Tautphoeus besteht, soll mit Hilfe der Bürger ein neues Orts-Logo erstellt werden. Die Auslobung eines Wettbewerbs mit dem Preisgeld von 500 Euro beschloss der Gemeinderat einstimmig. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Auf Vorschlag des Arbeitskreises »Marketing« im Rahmen der Bürgerbeteiligung wird nun ein Wettbewerb ausgeschrieben, um ein Orts-Logo zu erstellen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einschließlich des Preisgeldes in Höhe von 500 Euro.


Eine Umfrage des Arbeitskreises für ein Orts-Logo im Ort hatte ein klares Bild ergeben: ein Großteil der Einsender nannten die Burg, die Berge um Marquartstein und die Tiroler Ache am häufigsten als Motive, die sich im Logo wiederfinden sollten, außerdem die Farben Blau, Grün und Weiß.

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Positiv angesprochen von Symbolen und Logos

Bürgermeister Andreas Scheck erläuterte im Gemeinderat, dass das Wappen der Gemeinde, 1951 vom Freistaat Bayern verliehen, bisher das einzige Identifizierungszeichen der Gemeinde ist. Seine Hauptbestandteile sind die Zeichen der Adelsgeschlechter der Hohensteiner und der Tautphoeus, ehemalige Bewohner der Burg. Dieses Wappen aber sage eigentlich nichts über den Ort selbst aus, so Scheck.

Viele positive Beispiele des Stadtmarketings in anderen Kommunen zeigten jedoch, dass sich Menschen von entsprechend gestalteten Symbolen und Logos positiv angesprochen fühlten. Zudem entstehe ein Wiedererkennungswert, so Scheck. Als Beispiele zeigte er verschiedene Logos anderer Regionen. Die meisten Gemeinderäte hielten die Idee des »Image-Logos« für eine »Supersache«, wie Katja Kink sagte. Wappen und neues Logo könnten dann beide auf den Briefen der Gemeinde abgebildet sein. Anke Entfellner-Häusler fand es wichtig, dass das schöne, alte Wappen nicht ganz verschwindet, worin sich alle einig waren. Klaus Hell sagte, es gehe um »zündende Ideen«, sodass man auf jeden Fall die Schulen mit in den Wettbewerb einbeziehen sollte.

Preisgeld wird nicht immer fällig

Zur genaueren Vorgehensweise erklärte der Bürgermeister, dass es ein Internetportal »designenlassen« gebe, wo man eine Design-Aufgabe stellen könne, an der sich jeder beteiligen könne. Je nach Preisgeld machten oft auch professionelle Designer mit, wobei das Preisgeld aber nur fällig wird, wenn man sich für einen Vorschlag entscheidet. Es müsse jedoch gar kein Vorschlag angenommen werden, so Scheck.

Er schlug weiter vor, dass der Arbeitskreis, eventuell auch der Gemeinderat, aus den eingegangenen Vorschlägen eine Vorauswahl treffen sollte. Aus vier bis fünf Favoriten könnten dann die Bürger um ihre Meinung gefragt werden. Die Auslobung des Wettbewerbs mit dem Preisgeld von 500 Euro beschloss der Gemeinderat einstimmig. gi

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