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Ortskernsanierung Grabenstätt: Förderantrag wird gestellt

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Grabenstätt. Seit 1995 laufen im Grabenstätter Ortskern Sanierungsmaßnahmen. Diese werden über die Staatliche Städtebauförderung maßgeblich bezuschusst. Der Programmantrag für 2013 sei fristgerecht eingereicht worden, gab Bürgermeister Georg Schützinger in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt.


Für die konkrete Ausführung müsse nun noch ein Förderantrag gestellt werden, fügte Geschäftsleiter Andreas Lindlacher hinzu. »Wir gehen davon aus, dass es seitens der Regierung von Oberbayern eine Förderung gibt«, zeigte sich Schützinger optimistisch.

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Gemeinderätin Anita Kohlbeck (SPD) wollte wissen, ob nach der voraussichtlich 2014 abgeschlossenen Ortskernsanierung Grabenstätts dann auch endlich Erlstätt an der Reihe sei. Man werde alles dafür tun, dass die Städtebauförderung in Erlstätt mit den dort angestrebten Maßnahmen fortgeführt werde, stellte der Rathauschef klar. Ob es 2015 dazu komme, sei nicht sicher. Bei der von Kohlbeck angesprochenen Dorferneuerung handle es sich Schützinger zufolge um ein anderes Förderprogramm, das vom Landwirtschaftsministerium ausgehe und eine längere Vorlaufzeit habe.

Erster Entwurf für Geh- und Radweg

In der Aprilsitzung war vom Gemeinderat beschlossen worden, dass zwischen dem Kreisverkehr in Oberwinkl und der Abmündung der Sossauer Straße von der in Richtung Übersee führenden Staatsstraße 2096 ein Geh- und Radweg angelegt werden soll. Mit der Planung wurde die Traunsteiner Firma S.A.K. beauftragt. Deren erster Entwurf wurde nun von den Räten einstimmig abgesegnet. Nun bedürfe es aber auch noch einer entsprechenden Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt, hieß es dazu. Auch die Untere Naturschutzbehörde müsse ihr Einverständnis geben, da der Weg unmittelbar an die naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche angrenzt. Diese war im Zuge der Ausweisung des Gewerbegebiets Oberwinkl angelegt worden.

Ebenfalls angesprochen wurde die 2013/2014 erfolgende Sanierung des Abwasserentsorgungskanals, der von Winkl-Nord zum Pumpwerk am Birkenhain führt und an den auch der Bereich »Am Eichbergfeld« angeschlossen ist. Am Pumpwerk werden die Abwässer dem Chiemsee-Ringkanal zugeführt. Wie Schützinger mitteilte, erfolge die Überholung als sogenannte Linersanierung, bei der keine Erdarbeiten anfallen. Der betreffende Kanalrohrbereich werde nach vorheriger Kameraführung von innen her behandelt, die festgestellten Schadstellen mit laminatähnlichem Material verschweißt und geschlossen.

Für den heuer vorgesehenen ersten Teil der Sanierungsmaßnahmen sei Schützinger zufolge ein Kostenansatz von 119 000 Euro vorgesehen. Für die Arbeiten im kommenden Jahr habe man weitere 84 000 Euro angesetzt. Die formelle Ausschreibung laufe bereits. In Anbetracht der zu erwartenden Kosten sei die Lebensdauer der Rohre von zehn bis 15 Jahren »nicht recht viel«, mahnte Gemeinderat Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe Erlstätt) an. Schützinger erwiderte, dass das Aufgraben und Austauschen der Rohre noch erheblich teurer wäre. Das Verfahren habe sich in der Gemeinde in den letzten gut zehn Jahren bewährt, so Lindlacher.

Radonbelastung des alten Kindergartengebäudes

Das von Kohlbeck jüngst im Gremium aufgegriffene Thema »Radonbelastung des alten Kindergartengebäudes in Grabenstätt« wurde erneut debattiert. Kohlbeck hatte dazu eine Anfrage beim Gesundheitsamt Traunstein gestellt und diese auch an ihre Gemeinderatskollegen weitergeleitet. Andreas Danzer (Freie Wähler Grabenstätt) wünschte sich, dass der Gemeinderat über alle aktuellen und alten Werte informiert werde.

Kirchenpfleger Maximilian Wimmer (CSU) bedauerte, dass Kohlbeck in dieser Angelegenheit nicht zuerst mit der Kirche als Träger in Verbindung getreten sei. Wie das Katholische Pfarramt Grabenstätt schriftlich verlauten ließ, werde man das Thema Radon erneut aufgreifen und schnellstmöglich eine weitere wissenschaftliche Messung veranlassen. 2002 seien erstmals PCB- und Radonproben genommen worden. Der Radonwert habe damals über den Durchschnittswerten gelegen. Nach dem veränderten Lüftungsverhalten hätten die halbjährlichen Kontrollmessungen aber »Werte im absoluten Normbereich« ergeben.

Das Straßenbauamt beabsichtige den Radweg am Erlstätter Berg noch in diesem Jahr zu bauen, beantwortete Schützinger eine Frage von Franz Kreiler (Bürgergruppe Erlstätt). Noch seien aber nicht alle Grundstücksfragen gelöst, teilte er weiter mit.

Zudem wurde bekannt gegeben, dass das Büro Markert aus Nürnberg mit der Erstellung einer Standortanalyse für etwaige Solar- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen beauftragt worden ist. mmü