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Ordinariat für Erweiterung des Pfarrkindergartens

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Grabenstätt – Wie Bürgermeister Georg Schützinger seinen Räten in der jüngsten Sitzung mitteilte, habe das Erzbischöfliche Ordinariat mit Schreiben der Erweiterung des Pfarrkindergartens St. Maximilian um einen zusätzlichen Gruppenraum zugestimmt, allerdings nur unter der Maßgabe, dass die Kosten zu 100 Prozent die Gemeinde übernimmt.


Mit Letzterem habe man schon gerechnet, betonte Schützinger und verwies auf den lebhaften Briefverkehr zwischen Grabenstätt und München. »Wir haben alles versucht, um zu einem anderen Ergebnis zu kommen, dadurch ist auch ein wenig Zeit verloren gegangen«, so der Gemeindegeschäftsleiter Peter Lex. Er könne nicht nachvollziehen, dass sich das Ordinariat hier ganz aus der Verantwortung nehme, »so geht's nicht«, ärgerte sich Andreas Danzer (Freie Wähler) und verwies auf andere Gemeinden, die in ähnlichen Situationen angeblich erfolgreich nachverhandelt hätten.

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Mit Siegsdorf könne man es »überhaupt nicht vergleichen«, da es sich dort um einen Kindergarten-Neubau handle, stellte Kirchenpfleger Maximilian Wimmer (CSU) klar. Er hätte eine Beteiligung der Kirche »auch gerne gesehen«, doch jetzt gelte es »unser aller Ziel zu verfolgen, alle Kinder unterzubringen«.

Franz Kreiler (Bürgergruppe) mahnte mit Blick auf das nächste Kindergartenjahr an, dass man keine Zeit mehr verlieren dürfe. »Wir sollten das jetzt so auf den Weg bringen«, appellierte Rudi Aigner (CSU).

Musikförderung einstimmig erhöht

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat zudem die von der Verwaltung vorgeschlagene Beitragserhöhung für die musikalische Förderung. Demnach wird die jährliche Förderung des Musikvereins Grabenstätt von 93 auf 125 Euro pro Schüler erhöht. Außerhalb des Vereins unterrichtete Musikschüler erhalten statt 63 nun 85 Euro.

Seit 1999 hatte der Musikverein jährlich 93 Euro pro Schüler erhalten. Für den Musikmeister fließen seit Januar 2013 pro Jahr pauschal 4560 Euro an den Verein. 16 425 Euro wurden im Vorjahr für die musikalische Förderung ausgegeben – 8463 Euro für die 91 Schüler des Musikvereins, 4560 Euro für den Musikmeister und 3402 Euro für die auswärts betreuten 54 Musikschüler. Da mit der Erhöhung der Fördergelder nun mit einem jährlichen Aufwand von zirka 20 000 Euro zu rechnen ist, sind im Haushaltsplan 21 000 Euro eingestellt worden. Mit so vielen jungen Leuten in der musikalischen Ausbildung könne man schon von einer »kleinen Musikschule« sprechen, die aber ehrenamtlich betreut werde, das gebe es so im ganzen Landkreis nicht, lobte Schützinger.

Zum Ende der Sitzung fragte Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe), ob es Neuigkeiten und Fortschritte zur Umgestaltung des alten Erlstätter Schulhauses gebe. Zudem sprach er sich dafür aus, zeitnah die angedachte Arbeitsgruppe zu gründen, denn die Bürger »wollen mitreden und mitgestalten«. Es dürfe nicht dazu kommen, dass es plötzlich heiße, »jetzt ist es zu spät«, so Wirnshofer.

Erlstätter Schulhaus: Arbeitskreis soll entstehen

»Du sprichst mir aus der Seele«, erwiderte Bürgermeister Georg Schützinger. Der Mieter sei ausgezogen, das Haus endlich leer und fast alle Leute seien in Sachen Grundlagenermittlung am Arbeiten. Den angedachten Arbeitskreis werde man zügig im Gemeinderat installieren, so der Rathauschef.

Nichts Neues gab es zum geplanten Radwegausbau zwischen Erlstätt und Tettenmoos. »Derzeit herrscht bei den Verhandlungen zwischen dem Landkreis und dem Grundstücksbesitzer Stillstand«, beantworte Schützinger eine Frage von Anita Kohlbeck (SPD). Der Gemeinde seien hier die Hände gebunden.

Rudi Aigner (CSU) mokierte sich über die vielen Löcher und Kuhlen »Am Anger«. Zudem machte er sich erneut für eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der unfallträchtigen Staatsstraßen-Ein- und -Ausfahrt Grabenstätt Nord aus. Man habe schon Anträge gestellt, doch diese seien vom Straßenbauamt und dem Landkreis abgelehnt worden. »Wir werden die Problematik bei der nächsten Verkehrsschau wieder ansprechen«, versicherte Schützinger. mmü