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Olympia in Inzell: »Das wäre von enormer Bedeutung«

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Max Aicher Arena in Inzell
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Österreich will sich für die Olympischen Winterspiele 2026 bewerben – mit dabei wären dann als Sportstätten die Max-Aicher-Arena in Inzell und die Kunsteisbahn am Königssee.

Inzell – Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 finden vielleicht in Österreich statt – und dabei sollen die Eisschnelllaufwettbewerbe nach Inzell ausgelagert werden (wir berichteten).


Beim Nachtslalom der Herren in Schladming gab es erste Gespräche zwischen den Verantwortlichen aus der Steiermark und Inzells Bürgermeister Hans Egger. Darüber informierte der Rathauschef in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Neben Inzell würde auf deutscher Seite auch die Kunsteisbahn am Königssee eine Rolle spielen.

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Der Inzeller Gemeinderat befürwortete den »athletenorientierten Ansatz« ausdrücklich und ist einstimmig mit der Durchführung der olympischen Eisschelllaufwettbewerbe in der Inzeller Eishalle einverstanden. »Vielleicht klappt es ja diesmal, dass unsere Eishalle einmal olympische Rennen erlebt. Mehrfach gab es den Versuch ja schon und aus verschiedenen Gründen wurde bisher noch nichts daraus. Für unseren Ort wäre es nicht nur aus touristischer Sicht von großer Bedeutung, wenn wir eine 'Olympiahalle' hätten«, betonte Bürgermeister Hans Egger. Die Gemeinde Inzell trete bei diesem Großereignis nicht als Veranstalter auf, sondern stelle die Halle lediglich »zur Verfügung«. Die Eishalle könne deshalb ohne große Bedenken in die Planungen und eine anschließende Machbarkeitsstudie mit aufgenommen werden.

Bei einer Bewerbung von Graz und Schladming für die Olympischen Winterspiele 2026 würde auch der Landkreis – mit Zustimmung des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland – die Kunsteisbahn Königssee für die Ausrichtung bereitstellen. Das beschlossen die Kreisräte am Mittwochmorgen im Landratsamt. »Für notwendige bauliche Maßnahmen übernimmt der Landkreis aber keine Kosten«, betonte Landrat Georg Grabner.

Im Sportstättenkonzept einer Olympiabewerbung für 2026 sollen nach derzeitigen Informationen mehrere Orte aufgenommen werden, darunter Graz (Host City mit Eiskunstlauf, Short Track, Eishockey und Curling), Schladming (Ski Alpin), Ramsau und Bischofshofen (Nordische Bewerbe), Hochfilzen (Biathlon-Bewerbe), St. Georgen am Kreischberg (Ski Freestyle, Snowboard), Inzell (Eisschnelllauf) sowie Schönau am Königssee (Bob, Skeleton und Rennrodeln). Nicht vorstellen kann sich Landrat Grabner, in eine Bewerbungs- oder Organisationsgesellschaft einzutreten. Ebenso sei der Landkreis nicht dazu bereit, Kosten zu schultern, die bei einer Ausrichtung von Winterspielen definitiv anfielen. Im Gegenteil: Würde die Kunsteisbahn bereitgestellt werden, wäre eine Miete fällig.

Die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele müssen die Städte Graz und Schladming bis Ende März dieses Jahres in Form eines »Letter of Intent« beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abgeben. Bis September ist das Bewerbungskonzept fertigzustellen. Im Oktober werden durch das IOC die offiziellen Kandidaten festgelegt. Die Vergabe der Olympischen Winterspiele erfolgt dann im September nächsten Jahres. hw/kp