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Oldtimer-Liebhaber präsentierten ihre Schätze

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Einen Blick unter die Motorhaube des alten Citroën bot sich den Besuchern des Oldtimer-Treffens. (Fotos: T. Eder)
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Das Motorrad »Quickly« der NSU Motorenwerke wurde im Zuge des Wirtschaftswunders hergestellt.

Staudach-Egerndach – Weit über 100 stolze Oldtimer-Besitzer haben ihre Schätze beim Oldtimer-Treffen der Achentaler Oldtimer-Motorrad-Freunde am Gasthof Mühlwinkl hergezeigt. Die vielen Besucher hatten jede Menge Zeit, die ehrwürdig gealterten Schnauferl und schweren Maschinen in aller Ruhe zu betrachten. Glück hatten die Motorradfreunde auch wieder mit dem Wetter, denn es war zumindest bis zum Nachmittag sonnig.


Auf dem Gelände war praktisch jeder freie Fleck von Krafträdern unterschiedlicher Art belegt. Oldtimer, aber auch einige Youngtimer gab es zu sehen. Viele Beiwagen-Maschinen in unterschiedlichsten Karosserie-Farben und aus verschiedenen Baujahren boten ein besonderes Motiv. Willi Gutzeit, selbst Motorrad-Liebhaber und Schrauber aus Leidenschaft, kümmerte sich um die Organisation des Treffens und war selbst erstaunt, wie viele nach Staudach-Egerndach kamen und welch weite Anreise sie zum Teil zurücklegten. Aus dem Salzburger und Mühldorfer Raum, aber auch aus Kössen, Rosenheim und München trudelten stolze Motorrad-Besitzer ein. In großer Zahl kamen zudem die Oldtimer-Freunde Kaiserwinkl, die das Treffen immer mit besonders schönen Maschinen bereichern.

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Gutzeit wies die Besucher wieder auf einige besonders ausgefallene Modelle hin. Das Schrauber-Gespann Walter und Michael Staegemann – Vater und Sohn – nahmen sich in ihrer Freizeit gleich drei kleiner Honda-Maschinen an. In die Restaurierung der zwischen 1963 und 1965 gebauten Krafträder haben die beiden viele Stunden investiert.

»Ostdeutscher Kulturgeist« stecke in der Simson, Baujahr 1958, verriet Gutzeit. Mit viel Liebe zum Detail präsentierte sich die DDR-Maschine, und selbst der Anhänger war ein besonderer Hingucker. Die dänische Motorradmarke Nimbus war gleich mehrfach vertreten und konnte auch als blauglänzende Maschine mit Seitenwagen in Augenschein genommen werden. Von Salzburg aus reiste Franz Schwab mit seiner BMW-Seitenwagen-Maschine an; sie ist 1935 gebaut worden und verfügt über 20 PS sowie über zwei Vergaser.

Mit dem Slogan »Warum laufen, Quickly kaufen« warb einst das NSU-Werk in Neckarsulm für ihr Moped. Auch Sophia Loren soll ein solches Moped gefahren haben. Die ausgestellte Quickly gehörte jedoch Reinhold Strömmer aus Grassau, der erklärte, dass das Moped rund 1,5 Millionen Mal hergestellt worden war.

Neben den schönen, alten Motorrädern waren auch einige Oldtimer-Automobile zu sehen. Eine schnuckelige Isetta schmiegte sich an einen grünen Lotus, und der schöne, alte Citroën gewährte sogar einen Blick unter die Motorhaube. tb