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Die Jugendfeuerwehr Traunreut feierte ihr 50-jähriges Bestehen – Großes Programm am Rathausplatz

»Ohne Nachwuchs kein Fortbestand«

Traunreut – Eine Freiwillige Feuerwehr gibt es in Traunreut schon seit dem Jahr 1949, damals noch unter dem Namen »Freiwillige Feuerwehr Muna – St. Georgen«. Doch eine Feuerwehr braucht auch Nachwuchs. Und weil man das in Traunreut frühzeitig erkannt hat, wurde 1967 eine der ersten Jugendfeuerwehren im Landkreis gegründet. Zum 50-jährigen Bestehen präsentierte sich die Jugendgruppe am Samstag auf dem Rathausplatz mit interessanten Vorführungen und vielfältigen Informationen.

Die Jugendlichen löschten auf dem Traunreuter Rathausplatz ein Haus aus Pappkarton – unter den Augen zahlreicher Zuschauer. (Foto: Mix)

»Ohne Nachwuchs kein Fortbestand«, betonte Traunreuts Feuerwehr-Kommandant Karl-Heinz Erhard in seinem Grußwort zum Jubiläum der Jugendgruppe. Das habe man schon vor 50 Jahren erkannt und das sei auch heute noch so. Derzeit sind 22 Jugendliche in der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut und die Verantwortlichen hoffen, dass weitere Buben und Mädchen der Jugendgruppe beitreten.

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Wunsch nach neuen Mitgliedern geäußert

Jugendwartin Verena Unterstein betonte am Samstag: »Wir wollen uns mit dieser Veranstaltung in der Öffentlichkeit präsentieren, unsere Arbeit vorstellen. Und wir wünschen uns, dass wir bei dem einen oder anderen das Interesse wecken und neue Mitglieder werben können.« Kreisbrandrat Christof Grundner wartete mit einigen Zahlen auf. In ganz Bayern seien 350 000 Männer und Frauen aktiv in Freiwilligen Feuerwehren engagiert und rund 40 000 Jugendliche. »Das ist das größte Potenzial ehrenamtlichen Engagements in einer Hilfsorganisation«, betonte Grundner. Jugendreferentin Andrea Haslwanter zeigte sich stolz auf die Jugendgruppe der Traunreuter Wehr. Für sie gilt: »Ohne Feuerwehr wären wir verloren, das ist eines der wichtigsten Ehrenämter überhaupt.«

Am Samstagnachmittag zeigten die Jugendgruppen U 14, U 16 und U 18 auf dem Rathausplatz, was sie in ihrer Ausbildung bereits gelernt haben. Es gab einen Löscheinsatz, bei dem die Jugendlichen ein Haus aus Pappkarton löschten, einen Unfallwagen, bei dem sie Türen und Dach entfernten und eine verletzte Person bargen, und einen Parcours, auf dem zahlreiche Grundtätigkeiten einer Feuerwehr vorgeführt wurden.

Im Rahmen einer Modenschau konnten die interessierten Zuschauer die verschiedensten Kleidungsstücke einer Feuerwehr sehen von der Jugend-Uniform über Einsatz- und Ausgehuniform bis zu Chemie-Schutzanzügen und mehr. Stellvertretender Kommandant Konrad Unterstein moderierte die einzelnen Vorführungen und gab viele wissenswerte Informationen dazu.

Familien mit Kindern waren begeistert

Wer wollte, konnte von sich ein Foto in Feuerwehrmontur machen lassen, was vor allem viele Kinder gerne nutzten. Es gab Fahrten mit der Drehleiter hoch hinaus über den Rathausplatz und bei einem Feuerwehr-Quiz waren teils knifflige Fragen zu beantworten. Neben der Traunreuter Jugendfeuerwehr waren auch Jugendgruppen der anderen Wehren im Stadtbereich anwesend und die Partner-Feuerwehr aus Ruhmannsfelden im niederbayerischen Landkreis Regen.

Zahlreiche Traunreuter, darunter vor allem Familien mit Kindern, beobachteten interessiert die Vorführungen der Feuerwehrleute. Zwischendurch tobten die Kleinen auf mehreren Hüpfburgen, ließen sich schminken und begutachteten die ausgestellten Fahrzeuge. Auch für die Verpflegung war gesorgt und das 50-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr entwickelte sich zu einem kleinen Familienfest. mix