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»Offenheit und Ehrlichkeit von Anfang an« versprochen

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Marquartstein. Mit über 150 Personen war der Gasthof Prinzregent gut gefüllt bei der Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Andreas Scheck und der Kandidaten der neuen Gruppierung »Bürger für Marquartstein«. »Weg von alten Zöpfen« gaben die beiden Sprecher der Gruppe, Klaus Hell und Thomas Halder, als Motto ihrer Politik aus.


Thomas Halder erklärte, die Liste mit elf Frauen und Männern setze sich teilweise aus der inzwischen aufgelösten Vereinigung der »Überparteilichen Wählergemeinschaft Marquartstein-Piesenhausen« zusammen (wir berichteten), zum großen Teil aber aus Bürgern, die sich bisher noch nicht für den Gemeinderat aufstellen ließen. Durch die neue Liste solle eine unabhängige Alternative zu den parteinahen Listen geboten werden.

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Andreas Scheck erklärte bei seiner Vorstellung, er habe eine klare Vorstellung, wie die Gemeindepolitik künftig verbessert werden könne, nämlich »geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit von Anfang an«. In die Politik wolle er das Wissen, die Erfahrung und die Meinung der Bürger mit einbeziehen. Der Straßenbau solle für alle Bürger sicher und Barriere frei gestaltet werden. Um auch ein öffentliches Zeichen für die beabsichtigte Energiewende zu geben, sollten die gemeindlichen Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet werden, so Scheck. An der Staudacher Straße wünschte er sich ein Ortszentrum für Jung und Alt, »wo man das Leben im Dorf einfach spürt«. Im renovierten Prinzregentensaal sollten regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, auch ein Bauerntheater, stattfinden.

Nach den Vorstellungen der weiteren Gemeinderatskandidaten meldeten sich viele Zuhörer zu Wort, die Genaueres wissen wollten. Wiederholt wurde die ihrer Meinung nach mangelnde Informationspolitik der Gemeinde angesprochen. Scheck sagte, er wolle das unter anderem durch verstärkte, rechtzeitige Infos im Internet verbessern. Er verstehe die »Gemeinde als Dienstleistungsunternehmen für den Bürger«. Auf die Frage eines anderen, was für den Tourismus im Ort getan werden könnte, erwiderte Scheck, dass er zurück zu einem sanften Tourismus wolle und damit auch junge Familien verstärkt anziehen werde. Ein anderer Besucher bemängelte, dass die Planung für die Gemeindebücherei an ein auswärtiges Büro gegeben worden sei anstatt die Planung zusammen mit den in der Bücherei beschäftigten Damen zu machen.

Zur Zukunft der Bücherei sagte Scheck, dass er sie sich im Ortszentrum wünsche, als Treffpunkt für Jung und Alt, wo auch Veranstaltungen stattfinden könnten. Auf jeden Fall wolle er sich dafür einsetzen, dass eine benutzerfreundliche Querung der Bundesstraße eingerichtet werde, versprach er. Zum künftigen Hochwasserschutz in Marquartstein berichtete er von einem Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt. Um schnell handeln zu können, favorisiere er unter anderem eine mobile Sperre an der Tiroler Achen auf der Höhe des Landschulheims. gi