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Offene Ganztagsschule in Staudach-Egerndach

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Im hinteren Bereich der Grundschule Staudach-Egerndach soll ein neues Gebäude entstehen und hier die geplante offene Ganztagsgrundschule untergebracht werden. Auch die Eingangssituation für den Kindergarten ändert sich dadurch. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Mit der Einrichtung einer offenen Ganztagsgrundschule in Staudach-Egerndach soll dem steigenden Wunsch in der Bevölkerung nach einer Mittagsbetreuung nachgekommen werden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung votierte das Gremium geschlossen für die offene Ganztageschule.


Bürgermeister Hans Pertl erinnerte, dass zunächst an die Einrichtung einer Kinderkrippe gedacht wurde. Dann wurde die Planung auf eine Mittagsbetreuung erweitert. Aber auch dieses Vorhaben sei wieder beiseitegelegt worden – vor allem aufgrund der unübersichtlichen Kosten. Nun bestünde die Möglichkeit, am Pilotprojekt zur Einrichtung von offenen Ganztagesgrundschulen teilzunehmen. Das Pilotprojekt war im laufenden Schuljahr auf 300 Schulen beschränkt und wurde nun laut Bürgermeister Pertl auf 1000 Grundschulen erweitert.

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Viele Kinder brauchen Nachmittagsbetreuung

Vorteil der offenen Ganztagsgrundschule gegenüber einer anderen Mittagsbetreuung ist, dass diese für die Eltern zur Kernzeit kostenlos angeboten werden kann. Wie Pertl fortsetzte, wurde bereits vom Schulverband eine Bedarfsabfrage gestartet. Demzufolge werde für 26 Staudach-Egerndacher Grundschüler eine Betreuung bis 14 Uhr und für weitere neun Kinder eine Betreuung bis 16.30 Uhr nachgefragt. Die zweite Gruppe sei laut Pertl nicht förderfähig, da die Mindestzahl der Schüler von 14 nicht erreicht werde. Die erste Gruppe werde aber wohl gefördert.

Mit dem Schulverband müsse nun die Trägerschaft geklärt werden. Die Gemeinde hingegen müsse das Gebäude erstellen und dieses dann an den Schulverband für die Ganztagesbetreuung vermieten. Benötigt werde nun, so Pertl weiter, eine komplette Planung und Kostenaufstellung, entsprechend der Richtlinien für offene Ganztagesgrundschulen. Die entsprechenden Anträge an die Regierung müsse der Schulverband stellen. Der Gemeinderat hingegen müsse mit einem Beschluss seinen Willen zur Umsetzung der offenen Ganztagesgrundschule bezeugen.

Neue Sanitäranlagen für das neue Gebäude

Ob sich an den bisherigen Planungen für den Neubau an der Schule etwas ändert, interessierte Sepp Bauer. Wie der Rathauschef erklärte, müssen in dem neuen Gebäude nun doch auch Sanitäranlagen eingeplant werden, da die von der Schule nicht genützt werden können. Auch der geplante Eingangsbereich müsse etwas geändert werden, um eine Trennung von Schule und Kindergarten zu erreichen.

Vorbehaltlich einer entsprechenden Förderung stimmten die Gemeinderäte der Einrichtung einer offenen Ganztagesgrundschule zu. Der Betrieb werde bereits zu Beginn des neuen Schuljahres angestrebt. Nach Auskunft des Bürgermeisters könne der Betrieb provisorisch im vorhandenen Musikraum beginnen, bis der Neubau bezugsfertig ist. tb