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Offenbar kein Durchbruch

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Seeon-Seebruck. Auch die ZDF-Sendung »Aktenzeichen XY ... ungelöst« brachte die Kripo Traunstein bei ihren Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Banküberfall in Seebruck vor über einem Monat offenbar nicht weiter: Nach der Sendung am Mittwochabend gingen etwa zehn Hinweise ein, denen jetzt nachgegangen wird, es zeichne sich aber ab, dass der große Durchbruch dabei nicht zu erwarten sei, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts am Donnerstag mit.


Etwas anders als bisher stets von der Polizei dargestellt – und dementsprechend auch von uns dann so berichtet – entpuppt sich nun der Tatablauf. Demnach war es nicht so, dass der Unbekannte am 12. November gegen 16 Uhr die Geschäftsstelle betrat, den Geschäftsstellenleiter sogleich mit einer Waffe bedrohte und Geld forderte. Vielmehr soll er sich zunächst am Schalter nach einem Kredit erkundigt haben. Daraufhin wurde er in ein Beratungszimmer gebeten. Während des Gesprächs mit dem Geschäftsstellenleiter stellte der Mann dann ein Päckchen auf dem Tisch ab und erklärte, darin sei eine Bombe. Anschließend soll er noch einen Revolver aus der Tasche gezogen und gerufen haben: »Geld her! Banküberfall!« Doch der Geschäftsstellenleiter zeigte sich unbeeindruckt, weshalb der Räuber ohne Beute flüchtete.

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Bei dem Bankräuber handelt es sich um einen ungepflegt wirkenden, älteren, etwa 170 Zentimeter großen Mann. Er ist Brillenträger und hat ein schlechtes Gebiss. Am Tattag trug er einen grünen Hut, einen grauen Kurz-Mantel und einen schwarzen Pullover über einem weißen Hemd, der Mann sprach bayerische Mundart. Hinweise nimmt die Kripo Traunstein oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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