weather-image

Oberwössner sorgen sich wegen Schlammlawine

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Nachdem eine Schlammlawine den Forstweg zwischen Oberwössen und der Feldlahnalm überschwappt hatte (linkes Bild), wurde der Weg wieder geräumt, größere Schlammmengen wurden dabei an den Rand zum Hang hinunter zum Hammerergraben geschoben (rechts). Besorgte Oberwössner fürchten, dass bei Starkregen oder einer neuen Schlammlawine der Hammerergraben verstopft und sich das Bachwasser dahinter gefährlich aufstaut.
Bildtext einblenden

Unterwössen – Mehr Kosmetik als eine tatsächliche Lösung des Problems sehen einige besorgte Oberwössner Bürger rund um eine Schlammlawine am Forstweg zur Feldlahnalm. Anhaltende Regenfälle hatten vor wenigen Tagen diese Schlammlawine ausgelöst. Ungefähr 150    Meter über dem Forstweg    ist ein 30 mal 30 Meter großes Stück Erdreich abgerissen. Es hat sich als Schlammlawine mit reichlich Kubikmetern Schneisen geschlagen und ist bis über   den Forstweg geschwappt. Die Endausläufer haben sich weiter durch das Unterholz in Richtung Hammerergraben mit dem dortigen Gebirgsbach gebahnt.


Der Schlamm wurde inzwischen vom Forstweg geräumt, erhebliche Schlammmengen wurden dabei an den Rand zum Hang hinunter zum Hammerergraben geschoben. In der Schlammlawine ist noch Leben. Das beweist ein ständiger, trüber Wasserstrom, der unterhalb in den Hammerergraben fließt.

Anzeige

Ein Oberwössner, der zum Ursprungsort der Schlammlawine aufgestiegen ist, berichtet von weiteren Abrisskanten, die sich dort auftun. Unterhalb der Schlammlawine ist der Graben schmal, die beiden Hänge stehen dicht an dem Fußweg und dem Bach. Die Sorge der Bürger ist, dass sich die bisherige Schlammlawine noch einmal in Bewegung setzt oder sich gar eine weitere löst. Sie fürchten, dass der Schlamm den Graben verstopft, der Bach sich dahinter aufstaut und später in einer Flutwelle Bahn bricht. Unterhalb des Hammerergrabens befinden Wohnbebauung und der schon einmal von einem solchen Ereignis gebeutelte Ortsteil Brem.

Revierförster Max Schweig hat ein waches Auge auf die Situation. Nach eingehender Bestandsaufnahme gehen aus Sicht des Forstes keine größeren Gefahren mehr aus. Der Weg sei wieder befahrbar. Andererseits habe sich die Schlammlawine noch nicht endgültig beruhigt. Der Forst stehe in Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt und überlege deshalb, das eingeschwemmte Erdreich aus dem Wald zu fahren. Die Behörde sucht die Unterstützung des Bayerischen Geologischen Landesamtes, um in nächster Zeit eine Lösung zu erarbeiten und die Situation dauerhaft zu entschärfen, berichtet Max Schweigl. lukk

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen