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Oberteisendorf erhält zwei Tempomessgeräte

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Teisendorf. Für die beiden Ortseinfahrten von Oberteisendorf an der Bundesstraße 304 wird die Marktgemeinde Teisendorf zwei Geschwindigkeitsmessgeräte erwerben und dauerhaft aufstellen. Dies beschloss nun auf Antrag des Dritten Bürgermeisters Gernot Daxer und seines CSU-Fraktionskollegen Alois Stadler einstimmig der Bauausschuss.


Aufgrund fehlender Kapazitäten der Polizei für regelmäßige Kontrollen betrachtet die CSU die ständige »Ermahnung« der Verkehrsteilnehmer durch diese Geräte als unverzichtbare Maßnahme, um die Sicherheit der Anwohner zu erhöhen und die Lärmbelästigung zu verringern.

Anzeige

Laut einem der Gemeindeverwaltung vorliegenden Angebot der Weilheimer Firma Bremicker betragen die Kosten für ein Anzeigegerät mit Reserveakku, Ladegerät, Aufsteckschild etc. knapp 2120 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Das zweite Anzeigegerät würde etwa 1950 Euro inklusive Mehrwertsteuer kosten, da insgesamt nur ein Ladegerät erforderlich ist. Einem weiteren Angebot zufolge können die Kosten je nach Ausstattung bis 3000 Euro pro Gerät betragen. Im Haushalt sind 5000 Euro für Messgeräte eingeplant. Dieser Haushaltsansatz war aber laut Bauamtsleiter Peter Steinmaßl für die Beschaffung eines sogenannten Seitenmessgeräts vorgesehen, um unbeeinflusste Geschwindigkeitsmessungen ohne Anzeige durchführen zu können.

Dritter Bürgermeister Daxer berichtete, durch die Feierlichkeiten des Sportvereins Oberteisendorf habe er viel Zeit in der Nähe des westlichen Ortseingangs verbracht und festgestellt, dass kein Fahrzeuglenker am Ortsschild vom Gas geht. Die Fahrer sollten darauf hingewiesen werden, dass sie zu schnell unterwegs sind. Er möchte sich außerdem für eine rasche Einführung der kommunalen Verkehrsüberwachung einsetzen.

Stadler erkundigte sich nach den Ergebnissen der in Straßenbegrenzungspfosten eingebauten Messgeräte. Bauamtsleiter Steinmaßl erklärte, nach seiner Kenntnis würden damit nur die Verkehrszahlen gemessen. Diese Zahlen erhalte die Gemeinde natürlich nach der Auswertung. FWG-Gemeinderat Peter Schuhbeck betrachtet die Geräte als sinnvoll, weil sie die Autofahrer optisch darauf hinweisen, langsamer zu fahren.

Bürgermeister Thomas Gasser begrüßte alle Maßnahmen, die zur Verlangsamung des Verkehrs beitragen können. Er gab auch zu bedenken, dass im Herbst die neue Grundschule in Betrieb gehen wird, also mehr Grundschüler in Oberteisendorf unterwegs sein werden. Bis dahin müssten alle möglichen Maßnahmen umgesetzt sein. Um einen möglichst flexiblen Einsatz zu ermöglichen, schlug Gasser vor, die Geräte mit einem Sonnenpaneel auszustatten, damit die Akkus laufend geladen werden. Schuhbeck hält die Beschaffung der beiden Anzeigegeräte für wichtiger als das vorgesehene Seitenmessgerät. Daxer schlug vor, das Seitenmessgerät 2015 zu beschaffen.

Zu Schuhbecks Befürchtung, dass die Anschaffung Bezugsfälle auslösen könnte, sagte Gasser, durch Oberteisendorf würden täglich etwa 9000 Fahrzeuge fahren. »Das gibt es sonst nirgends in Teisendorf.« vm