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Nutzungsänderung wurde nicht genehmigt

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Vachendorf. Einen Antrag auf Nutzungsänderung in ein Wohnhaus für ein Anwesen Am Türlberg in Vachendorf hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgelehnt. Bürgermeister Rainer Schroll erklärte dazu, das Anwesen stehe sehr exponiert und versteckt im Wald. Es sei in den 1930er als Wochenendhaus entstanden und immer wieder »scheibchenweise« erweitert worden.


Sollte der Gemeinderat dem Antrag auf Änderung in ein Vollwohnhaus folgen, entstehe auch volles Baurecht, machte Schroll deutlich. Dann bestünde die Gefahr, dass weitergebaut werde. Dass die Eigentümer dort seit 1986 mit erstem Wohnsitz gemeldet seien, begründe von sich aus kein Baurecht. Aus naturschutzrechtlicher Sicht spreche ebenfalls einiges gegen den Antrag. Auch Marlies Kruse konnte sich wie andere Gemeinderäte nicht mit dem Antrag anfreunden, weil sie einen weiteren Ausbau auf dem Grundstück befürchtete.

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Gartenpavillon barg Diskussionsstoff

Einigen Diskussionsstoff enthielt auch ein Antrag auf Neubau eines Gartenpavillons in Hiensdorf. Ursprünglich war ein Wintergarten mit Zeltdach und einem Verbindungsgang zum Wohnhaus vorgesehen. Laut Bauausschuss sollte der Verbindungsgang wegfallen und der Pavillon einige Stufen unterhalb des Wohnhauses entstehen, weil er dem Ausschuss sehr exponiert vorkam. Auf dem neuen Eingabeplan fehlte dieser Verbindungsgang, aber der Gartenpavillon sollte weiterhin auf gleicher Höhe mit dem Wohnhaus gebaut werden.

Geschäftsleiter Andreas Schultes führte aus, dass die überbaubare Fläche bereits mit dem Bestand erreicht sei. »Das Grundstück ist schon maximal bebaut und damit der Bestand erreicht«, sagte Kruse. Walter Ponath fragte, ob der Pavillon überhaupt so groß (5,5 mal 5,5 Meter) ausgelegt werden müsse. Agnes Göhle konnte sich zwar mit einer gleichen Höhe zum Wohnhaus abfinden, aber der Pavillon müsse dann kleiner und niedriger gebaut werden. Mit dem vorliegenden Bauantrag war der Gemeinderat nicht einverstanden und lehnte ihn einstimmig ab.

Ohne Gegenstimme abgelehnt wurde ebenfalls der Bauantrag zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses Am Spenderberg in Vachendorf. Mit diesem Bauprojekt hatte sich der Gemeinderat schon mehrfach befasst. Der jetzige Bauantrag sah die Erhöhung der seitlichen Wandhöhe, die Änderung der Dachneigung und die Verschiebung des Gebäudes nach Süden vor. Während die Gemeinderäte mit der Änderung der Dachneigung und Verschiebung nach Süden einverstanden waren, stellte der Bürgermeister fest, dass sich die Höhenangabe nicht mit dem Bebauungsplan decke. Zudem bestehe bei den Stellflächen eine Grenzbebauung mit fehlenden Dachüberständen.

Ferner befasste sich das Gremium mit den eingegangenen Stellungnahmen während der frühen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zur Änderung des Flächennutzungsplans für Untermühlen (Teilfläche eins), Am Kapellenweg (Teilfläche zwei) und Wimpasing (Teilfläche drei). Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen beschlossen die Gemeinderäte, die Teilfläche zwei aus dem Flächennutzungsplan herauszunehmen.

Wegen der Staatsstraße sei Am Kapellenweg ohne Lärmschutzmaßnahmen kein reines Wohngebiet möglich und für ein Mischgebiet sei die Fläche zu klein, sagte der Bürgermeister. Andererseits könne die Gemeinde bei den Kosten für den Lärmschutz nicht in Vorleistung gehen. Bjr