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Nußdorfer Trachtler beendeten ihr Vereinsjahr

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Als Jugendleiter des Trachtenvereins Nußdorf verabschiedet wurde Alfons Osenstätter. Das bedeutet für ihn die Aufnahme ins Trachtler-Museum und in die Gemäldegalerie. Monika Volkmer (links) und Hilde Zimmermann würdigten Osenstätters langjähriges Engagement für die Jugendarbeit mit einem lustigen Sketch. (Foto: Volk)

Nußdorf. Bei der Jahresabschlussfeier des Trachtenvereins Nußdorf standen einmal mehr die Jüngsten im Mittelpunkt – die Buben und Mädchen der Kinder- und Jugendgruppe. Mit Musik, Gesang und einem Theaterstück gestalteten sie die adventliche Feier und bewiesen eindrucksvoll, dass ihre Talente keineswegs nur im Plattln, Dirndldrahn und im Volkstanz liegen.


Eröffnet wurde die Feier vom Bläser-Trio mit Johanna Blaim, Moritz Berger und Stefan Hunglinger, von der Ziachmusi und einer Klarinettenmusik mit »Was muss es bedeuten«. Der herzerfrischend-fröhliche Gesang des Chors der Trachtenkinder unter der Leitung von Monika Volkmer ließ keinen der Zuhörer ungerührt. Mit dem ersten Lied »Jetzt fangen wir zu singen an« begeisterte die große Schar der jungen Sänger und wohl niemand im Saal konnte sich der Sangesfreude der Kinder und Jugendlichen entziehen. Und so wurde von allen Zuhörern kräftig mitgesungen, als der Chor »Auf, auf, es is scho Tag« anstimmten.

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Die Blockflöte ist für viele Kinder das erste Instrument überhaupt. Dass ein 15-köpfiges Blockflöten-Orchester das Hinhören lohnt, bewiesen die Trachtenkinder mit einem Hirtenlied und dem Stück »Schneeflöckchen«. Nicht minder hörenswert die Querflötengruppe und das Gitarrentrio. Die Stubn-Musi brachte das Stück »Lass uns froh und munter sein«, das Nußdorfer Zupfensemble präsentierte ein »Menuett aus Arbesbach« sowie den »Zweideutsch aus München« und das Ziach-Duo erfreute mit »Ihr Kinderlein kommet« und »Übers Bacherl«. Adventliche Erwartung verbreiteten die Kinder auch mit Gedichten und einem kleinen Hirtenspiel. Mit dem Lied »Sankt Nikolaus« bat der Chor der Trachtenkinder den »Mann mit der Mitra« auf die Bühne. Von ihm gab es ausschließlich Lob für die Kinder und Jugendlichen und in Reime gefasst erinnerte er an die Anekdoten und Höhepunkte des Vereinsjahres.

Viel Applaus für den Sketch der Jugendgruppe

Viel Beifall erhielt der Sketch »G´schenkt is g‘schenkt«, der von der Jugendgruppe in Szene gesetzt wurde; Rosa Hylak hatte ihn mit den Jugendlichen einstudiert: Für vier Obdachlose schien das Weihnachtsfest alles andere als eine Zeit des Schenkens und Teilens. Überall dort, wo sie um Almosen baten, wurden sie abgewiesen. So auch beim Feinkosthändler Berger, der sie hartherzig des Ladens verwies, obwohl sie nur um Lebensmittel baten, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Einer der vier hungrigen Penner zeigte lausbübische Schläue, verkleidete sich als gut situierter Manager und machte dem Feinkosthändler weiß, dass ein Fernsehteam, getarnt und inkognito »den großzügigsten, warmherzigsten Geschäftsmann« ausfindig und mit einem Preisgeld belohnen wolle. Und siehe da – plötzlich wandelte sich das Verhalten des Feinkosthändlers. Zwei arme Bettler überschüttete er mit Lebensmitteln feinster Art. Als er dann von seiner Mitarbeiterin darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er »ausgetrickst« worden war, gab es kein zurück, denn »g‘schenkt is g‘schenkt«.

Zum Abschluss der Adventsfeier wurde der langjährige Jugendleiter Alfons Osenstätter von seiner Nachfolgerin Monika Volkmer und seiner langjährigen Mitstreiterin Hilde Zimmermann verabschiedet. Als Gemälde hinter einen Rahmen gesetzt, wurde er von vielen Besuchern bestaunt, die die vielfältigen Qualitäten des ehemaligen Jugendleiters aufzählten. Mit einer Bildcollage beschenkt, wurde Osenstätters langjährige engagierte Arbeit um den Trachtlernachwuchs gewürdigt.

Jugendleiterin Monika Volkmer hob die vielfältige Unterstützung vieler Freiwilliger hervor, ohne die die hervorragende Jugendarbeit des Nußdorfer Trachtenvereins nicht möglich wäre. Volkmer bat zudem um weitere Unterstützung, vor allem durch junge Väter, die helfen könnten, den Jüngsten das »Heisei-Platteln« zu lernen. Aus der Jugendgruppe in die Aktivengruppe verabschiedete sich Andreas Niederbuchner. Den Schlusspunkt der gelungenen Advents- und Jahresabschlussfeier bildete ein Gedicht, vorgetragen von vier Kindern, und das Bläsertrio. pv