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Nußdorfer Liste nominierte Gemeinderatskandidaten

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Nußdorf. Die Bürgerliste Nußdorf nominierte bei einer Versammlung im Gasthof Zenz in Sondermoning ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Ein eigener Bürgermeisterkandidat wurde nicht aufgestellt, laut Vorstand Uwe Kleinert sei diesbezüglich noch keine Entscheidung gefallen. Man werde im Fall einer Kandidatur eine weitere Versammlung einberufen.


Im Blockwahlverfahren wurden unter der Leitung der Grünen-Landtagsabgeordneten Gisela Sengl elf Kandidaten gewählt. Im ersten Block wurde Gemeinderat Max Eder auf Platz eins gewählt. Der Nußdorfer sieht seine Schwerpunkte im Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe, dem verantwortungsvollen Umgang mit den Gemeindefinanzen und der Förderung junger Familien. Den zweiten Platz in der Liste belegt Gemeinderat Hans Posch aus Mögstetten, der eindringlich gegen Gentechnik in allen Bereichen Stellung bezog.

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Franz Aigner aus Sondermoning wird auf dem dritten Platz stehen. Er will Kinder und junge Familien noch weit stärker in den Fokus rücken. Beispielsweise könnten Familien durch eine Geldzuwendung für die Erstausstattung beim Schulstart entlastet werden. Biolandwirt Willem Tette aus Sondermoning wurde auf den vierten Platz gewählt. Für ihn stehen unter anderem eine stärkere Jugendarbeit und mehr Bürgerfreundlichkeit der Verwaltung auf der Agenda.

Im zweiten Block gewählt, tritt Vorstand Uwe Kleinert auf Platz fünf für die Bürgerliste Nußdorf an. Dem gebürtigen Nußdorfer liegen besonders die Schulwegsicherheit und die Belange der Grundschule am Herzen. Ein weiterer Nußdorfer, Markus Putze, will von Platz sechs der Liste mehr für die Transparenz und Bürgerfreundlichkeit der Verwaltung, die Jugendarbeit im Sportverein, die Verbesserung der Verkehrsbelastung durch Schwerlastverkehr und die Integration von Neubürgern tun.

Auf Platz sieben gewählt, tritt Steffi Brunner aus Ruhpoint für mehr soziale Unterstützung für junge Familien ein. Auch gegen die personelle und räumliche Überlastung im Kindergarten müsse ihrer Meinung nach mehr getan werden. Benno Auer junior aus Sondermoning auf Platz acht unterstützt diese Ziele und sieht Handlungsbedarf in der gemeindeübergreifenden Lösungsfindung für die Verkehrsbelastung in Sondermoning und anderen Gemeindeteilen.

Auf Platz neun im dritten Block gewählt will sich Margit Eder aus Nußdorf dafür einsetzen, dass die Bürger über anstehende Entscheidungen besser informiert werden. Sie selbst erfuhr von einer geplanten Auslagerung der Nußdorfer Grundschüler in eine Nachbargemeinde von Freunden aus dieser Gemeinde. Wenn solche Maßnahmen geplant werden, erwarte man als Betroffener eine zeitnahe Information seiner eigenen Gemeinde. Rosemarie Neuhauser aus Litzlwalchen auf Platz zehn gewählt, unterstützt das Programm der Bürgerliste Nußdorf in seiner Gesamtheit. Josef Steiner aus Wang will sich von Platz elf aus für den Erhalt der gentechnikfreien Kulturlandschaft und die Förderung junger Familien einsetzen.

Anschließend wurde von der Versammlung einstimmig eine Listenerweiterung auf 28 Plätze und die Stimmenverteilung gebilligt: Die ersten sechs Kandidaten erhalten je drei Stimmen; die weiteren fünf Kandidaten je zwei Stimmen.

In der nachfolgenden Diskussion erklärte Hans Dandl, der derzeit für die Bürgerliste im Gemeinderat sitzt, ein eigener Bürgermeisterkandidat wäre durchaus wichtig. Um Veränderungen zu erreichen, seien Mehrheiten im Ratsgremium notwendig, die derzeit leider nicht bestehen, meinte er weiter. Mehrere Wortmeldungen zeigten den Unmut vieler Bürger, dass der Gemeinderat die meisten Themen in nichtöffentlichen Sitzungen diskutiert und dadurch kaum Informationen nach außen dringen. Änderungen diesbezüglich seien nur möglich, wenn die Mehrheit des neuen Gemeinderats entsprechend entscheide. Ein Versammlungsteilnehmer bat um mehr Unterstützung bei der Verbesserung der Verkehrslage. Gisela Sengl versprach, sich für Termine mit hochrangigen Vertretern der Politik einzusetzen. Wieso der Spielplatz in Nußdorf immer noch nicht bestehe, wollte ein weiterer Teilnehmer wissen. Uwe Kleinert führte hierzu aus, dass seine Anträge diesbezüglich zweimal im Rat scheiterten; jeder Entkräftung eines Gegenarguments folge ein Neues. Offensichtlich fehle der jetzigen Mehrheit der Wille dazu.