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Nur zwei Sterne für Radweg um den Chiemsee

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Sicherheitsmängel auf dem Chiemsee-Rundweg deckte eine Probezertifizierung auf: An dieser Stelle fehlt beispielsweise ein gesicherter Übergang vom Uferweg (links) über die Staatsstraße zur Hirschauer Bucht. (Foto: Thümmler)

Der Radweg rund um den Chiemsee wird in einer ersten Probezertifizierung mit nur je zwei Sternen (für Rund- und Radweg) bewertet, was einer unterdurchschnittlichen Einstufung entspricht. Dieses Ergebnis gab der Vertreter der beauftragten Firma TopPlan, Andreas Ampßler, in der Verbandsversammlung des Abwasser- und Umweltverbands (AUV) bekannt.


Marlene Berger-Stöckl, die Umweltbeauftragte des AUV, erläuterte den derzeitigen Stand des Ausbaues: So seien erst 19 von 43 geplanten Maßnahmen umgesetzt und 7,9 von 21,4 Kilometern verbaut. Man habe deshalb eine Verlängerung der Förderperiode, die 2014 abläuft, bei der Regierung von Oberbayern beantragt.

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Andreas Ampßler sagte, dass der Weg erst ab vier Sternen sinnvoll beworben werden könne. Dafür seien vor allem Verbesserungen bei der Sanierung mangelhafter Wegeoberflächen, die Beseitigung von größeren Gefahrenstellen, eine weitere Trennung von Fußgängern und Radfahrern und Verbesserungen im Marketing notwendig.

Zumindest gebe es inzwischen eine einheitliche Beschilderung, sagte Berger-Stöckl. Diese Maßnahme allein könnte eine Einstufung in drei Sterne möglich machen. Die Umweltbeauftragte ist ferner zuversichtlich, dass mit der Verbesserung der Routenführung an der Autobahn im Süden auch vier Sterne erreicht werden könnten. Allerdings wiesen Ampßler und Berger-Stöckl auf die Bestimmungen bei der offiziellen Zertifizierung von Wegen hin, die eine Mindestlänge von 100 Kilometern verlange. Sollte diese Zertifizierung beim Chiemsee-Rundweg nicht möglich sein, könnte eine Bewertung und Auszeichnung im Rahmen einer ADFC-Radreiseregion erfolgen, meinten die beiden Sprecher. th