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Nur wer regelmäßig übt, kann auch effektiv helfen

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Anlässlich des Internationalen Tags der Ersten Hilfe, der am heutigen Samstag begangen wird, appellieren die heimischen Rettungsorganisationen – der Malteser Hilfsdienst in Traunstein und der Kreisverband Traunstein des Roten Kreuzes – an die Bevölkerung, die Erste-Hilfe-Kenntnisse wieder aufzufrischen. Beide Organisationen bieten entsprechende Kurse an.


»Nur wer regelmäßig übt, weiß, was im Notfall zu tun ist und kann effektiv helfen und Leben retten«, sagt Robert Schnell, Leiter der Ausbildung bei den Maltesern in Traunstein. Die Erste Hilfe am Unfallort sei ein wesentlicher Faktor, um überlebenswichtige Soforthilfe zu leisten bis Notarzt und Rettungsdienst eintreffen. Das Problem ist, dass viele Menschen nicht wissen, wie sie richtig helfen können oder trauen sich nicht, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. »Die meisten Menschen nehmen zeitlebens ein einziges Mal an einem Erste-Hilfe-Kurs teil – dann, wenn die Führerscheinprüfung ansteht«, erklärt Schnell. »Im Notfall kommt es auf Sekunden an.«

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Deshalb raten die Malteser ebenso wie das Rote Kreuz, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, damit im Notfall sicher gehandelt werden kann. Neben der stabilen Seitenlage und der Reanimation gehört auch der richtige Umgang mit einem Defibrillator sowie der Umgang mit Wunden und deren Versorgung, bedrohliche Blutungen, Schock, Knochenbrüche, Verbrennungen, Vergiftungen, Unterkühlung und Erfrierung zum festen Bestandteil von Erste-Hilfe-Kursen.

Wie wichtig es ist, seine Erste-Hilfe-Kenntnisse immer wieder aufzufrischen, zeigt sich am Beispiel des aus Ruhpolding stammenden Staatsanwalts Andreas Miller, der einen zweitägigen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz besucht hat: »Meine Kenntnisse zur Ersten Hilfe waren über 30 Jahre alt«, berichtet Miller. »Während des Kurses habe ich gemerkt, welch große Lücken ich hatte.« Vor allem die Handhabung eines Frühdefibrillators, mit dem Herzrhythmusstörungen behoben werden können, hat ihn beeindruckt. »Nachdem wir alle im Kurs das Gerät ausprobiert haben, ist jetzt der Gedanke, ihn im Notfall einzusetzen, kein Problem mehr.«