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Notfalls gegen den Willen des Eigentümers

Taching am See. Notfalls auch gegen den Willen des betroffenen Grundeigentümers will die Gemeinde Taching am See den Ausbau der Huckinger Straße anpacken. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats informierte Bürgermeisterin Ursula Haas den Gemeinderat, dass Gemeinderat und Rechtsanwalt Christoph Wamsler auf der Grundlage eines Entwurfes von Gemeindeleiter Franz Röckenwagner einen Antrag auf Besitzeinweisung ausgearbeitet haben. Er soll in den nächsten zwei Wochen fertig werden und muss dann vom Landratsamt Traunstein überprüft werden.

Röckenwagner berichtete, dem Grundstückseigentümer sei eine Vielzahl von Gesprächsangeboten unterbreitet worden, leider ohne Erfolg. In der Diskussion wurde befürwortet, die Möglichkeit verkehrsberuhigender Maßnahmen zu prüfen. Man einigte sich darauf, bei der nächsten Haushaltssitzung Mittel für den Straßenbau einzuplanen.

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Keine Einwände hatte der Gemeinderat auch gegen den geplanten, neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde Kirchanschöring. Als Nachbargemeinde hätte man die Möglichkeit gehabt, Bedenken und Einwände geltend zu machen. Lediglich Franz Obermeyer erkundigte sich nach einem Vorranggebiet für Windenergie, Heinrich Riesemann fragte nach Erweiterungen des Verkehrswegenetzes. Bürgermeisterin Ursula Haas sagte zu, diese Fragen noch prüfen zu lassen.

Zur Breitbanderschließung berichtete Geschäftsleiter Franz Röckenwagner, die Bedarfsermittlung sei abgeschlossen. Alle Gewerbebetriebe in den betreffenden drei Gebieten seien angeschrieben worden. In Taching und Mauerham gebe es genug Bedarf, aus Mollstätten liege keine Bedarfsmeldung vor – eine Erschließung von Mollstätten wäre also unwirtschaftlich. Auch Anschließer außerhalb der genannten Gebiete profitierten – auch wenn die Datenübertragungsrate in diesen Bereichen etwas unter 30 MBit liege, sei das deutlich mehr als die derzeitigen 1 bis 3 MBit. Man hoffe, dass der Breitbandausbau in Taching und Mauerham im ersten Halbjahr 2014 umgesetzt werden könne. Josef Huber regte an, auch in Tengling den Bedarf abzufragen.

Neues Gebäude für die Wasserwacht geplant

Das Rote Kreuz will eine Garage auf einem Grundstück der Gemeinde in der Nähe des Strandbades Tengling bauen. Auch wenn das Vorhaben im Außenbereich liegt, kann ihm nach Rücksprache mit dem Landratsamt zugestimmt werden, wenn der Standort noch innerhalb der Parkplatz-Darstellung des Flächennutzungsplanes liegt. Das Gebäude darf jedoch nur von der Wasserwacht genutzt werden.

Haas berichtete, der Standort werde von allen Beteiligten einhellig favorisiert, eine Eingrünung sei jedoch Voraussetzung. Die Gemeinde stelle das Grundstück zur Verfügung, die Kosten von rund 35 000 Euro werden durch Zuschüsse anderer Gemeinden und letztendlich durch Mittel der Kreiswasserwacht finanziert. Die Einrichtung der neue Schnelleinsatzgruppe werde durch die Verpflichtung der Kreiswasserwacht zur Sicherstellung der Wasserrettung notwendig.

Schließlich stimmte der Gemeinderat noch dem Anbau eines 18 Quadratmeter großen Geräteschuppens in Gessenhausen zu. Weil der Schuppen außerhalb der Baugrenzen gebaut werden soll, größer als im Bebauungsplan vorgesehen und mit geringerer Dachneigung, die unmittelbaren Nachbarn aber zugestimmt hatten, stimmte der Gemeinderat einer isolierten Befreiung vom Bebauungsplan zu. fr