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Not an der Wurzel bekämpfen

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Die Freude über jedes Hilfspaket ist bei den Menschen in Not groß (hier eine Familie in Bosnien in der Nähe von Sarajevo).

Bereits zum 26. Mal formieren sich kirchliche Gruppen wie Landjugend, Pfadfinder, Burschenvereine, KJG, CAJ, KAB, Kolpingfamilie, Landvolk, Frauengemeinschaft- und Frauenbund, Pfarr-Caritasvereine sowie Pfarrgemeinderäte aus 110 Pfarreien zwischen Inn und Salzach, um mit einem Hilfsaufruf für den Balkan erneut bittere Not zu lindern.


Am 2. und 9. Dezember werden Hilfspakete angenommen und weitere Lkw starten. Mit Hausbauprojekten, Bildungspatenschaften und Tierspenden soll zudem nachhaltig geholfen werden. Dass diese Hilfe ankommt, dokumentieren allein 55 Hilfstransporte im letzten Jahr.

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Das Kosovo bleibt mit einem Durchschnittslohn von 250 Euro das Armenhaus Europas. Ein Drittel der Bevölkerung ist mit weniger als 1,37 Euro am Tag laut Weltbank extrem arm. Hier sind die 34 Verteilstationen der Caritas Kosovo die erste Anlaufstelle für Menschen in bitterer Not, insbesondere Menschen ohne Wohnsitz, Alte, Alleinerziehende, Kranke und beispielsweise Großfamilien mit monatlich nur 50 Euro an Sozialhilfe. Seit 18 Jahren werden hier die Hilfsgüter von »Junge Leute helfen« regelmäßig an über 10 000 Bedürftige verteilt.

Auch in Bosnien hemmen ungelöste politische Verhältnisse die Entwicklung und die Menschen leiden unter Korruption und Perspektivlosigkeit. Immer noch haben eine Million Menschen auf dem Balkan ihre Heimat effektiv verloren. Für viele ist der nahende Winter ohne Heizmaterial und bitterem Hunger ein existenzielles Problem. Mit Essen auf Rädern wird über die Caritas an vielen Plätzen der Stadt täglich Essen verteilt.

Die Familien in den Bergregionen Albanien leben in bitterer Armut, Bildung könnten sich nur wenige Leisten. Durch Bildungspatenschaften von 100 Euro monatlich können insbesondere Mädchen sich ihren Traum eines Studiums oder einer Berufsausbildung verwirklichen. Lebensmittelspenden werden regelmäßig an über 300 der ärmsten Familien verteilt. Eine Ambulanz, Hauswirtschaftsschule und mehrere Kindergärten gehören außerdem zu den Projekten in diesem Entwicklungsland.

An den Brennpunkten der Not sind die jungen Helfer auch in Montenegro engagiert. Dazu gehören die Waisen des Waisenheimes in Bijla, die geistig Kranken der Psychiatrie in Dobro oder Senioren im Altenheim von Risan sowie die vielen Behinderten, die in Gruppen organisiert sind. Bis zu 25 Sozialeinrichtungen werden laut Pfarrer Coric von der Caritasstation Kotor durch die Chiemgauer Initiative versorgt.

Zu den Langzeitprojekten gehört auch eine Armenküche in Zagreb. Hier verteilen die Franziskaner täglich an 600 Bedürftige eine warme Mahlzeit, denn auch im Beitrittsland zur EU sind viele durch Arbeitslosigkeit in die Armut abgerutscht. Und auch von hier werden viele Sozialeinrichtungen der Stadt mit versorgt.

Damit auch weiterhin geholfen werden kann, wird um Spenden auf das Konto DE17 7016 9165 0801 8430  60 der Pfarrkirchenstiftung Obing bei der Raiffeisenbank Chiemgau-Nord gebeten. Bei Angabe der Adresse werden gerne Spendenquittungen ausgestellt.

Das wird als Spende benötigt

Vorrangig benötigt werden Grundnahrungsmittel wie Zucker, Speiseöl, Mehl, Nudeln, Reis oder Babynahrung, die im Großhandel günstig gekauft werden können. Sachspenden in Form von Kleidung, Spielzeug, Windeln sowie Baby- und Kindersachen sollen unbedingt möglichst in Bananenkisten verpackt am 2. oder 9. Dezember an den bekannten Sammelstellen abgegeben werden (Überblick über die Sammelstellen siehe Kasten). Zudem wird um eine Transportkostenspende von vier bis sechs Euro pro Paket gebeten. fb

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