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Noch zwei Tage Zeit zum Planschen

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Der Fundschrank an der Kasse des Traunsteiner Erlebnis-Warmbads ist gut gefüllt. Dort stapeln sich Handtücher und Bademäntel, Bikinis und Bademäntel, Jeans' und T-Shirts, Hüte und Kappen, Taucher- und Sonnenbrillen. Dazwischen liegen Schwimmflügel, eine Quietschente, Bälle und ein Buch. »Im Laufe des Sommers wird der Schrank immer voller«, erzählt Yasmin Heess, die im Freibad an der Kasse sitzt. Einige Stücke bewahrt sie schon seit Monaten auf, andere – wie Handys oder Schmuck – bleiben in der Regel nur kurze Zeit bei ihr.


Es ist nicht verwunderlich, dass einiges liegen bleibt, schließlich strömten an heißen Tagen bis an die 2000 Leute ins Erlebnis-Warmbad an der Siegsdorfer Straße. Spitzenmonat war heuer der August mit seiner Sahara-Hitze, da suchten 29 071 Badegäste Abkühlung. Im Juli, als es doch oft nass und kühl war, kamen lediglich 19 846   Schwimmfans.

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Mit seinen aktuell gut 81 000   Besuchern von Mitte Mai bis Anfang September bleibt der diesjährige Besucheransturm doch deutlich hinter dem des vergangenen Jahres zurück. Damals schloss die Saison mit 87 990 Besuchern ab. Bademeister Rudi Haslauer erstaunt das nicht – bei dem Wetter: »Der Sommer war heuer einfach nichts Rares«, sagt er. Dafür kennt das Traunsteiner Schwimmbad keine »Totalausfälle«, denn ein paar Leute kommen immer – auch wenn es regnet. »Gerade die sportlichen Schwimmer wissen es zu schätzen, dass wir zuverlässig jeden Tag geöffnet haben«, berichtet Bademeister Sepp Niederberger.

Wer glaubt, dass er und seine Kollegen ab Montag die Füße hochlegen können, der täuscht sich: Sobald das Freibad schließt, beginnen die drei Bademeister mit der Einwinterung. Bis alles erledigt ist, vergehen Wochen. Das Wasser bleibt übrigens den ganzen Winter über in den Becken; so genannte Eisdruckpolster verhindern dort in der kalten Jahreszeit, dass es die Becken sprengt, wenn das Wasser zu Eis gefriert.

Wenn sie draußen fertig sind, dann werkeln die drei fest angestellten Traunsteiner Bademeister drinnen weiter: bauen zum Beispiel neue Liegebretter oder schleifen die alten ab und streichen sie neu. »Und im März beginnen wir schon wieder mit dem Auswintern«, erzählt Rudi Haslauer.

Doch jetzt gilt es für ihn und seine Kollegen erst einmal, die diesjährige Saison gut zu Ende zu bringen. »Es ist heuer Gott sei Dank nichts Größeres passiert«, sagt Haslauer. Und an den nächsten beiden Tagen soll uns der Sommer nochmal richtig einheizen. Also: ab ins Freibad! san