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Noch sind neun von zwölf Bauplätzen in Truchtlaching zu haben

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Am östlichen Siedlungsrand von Truchtlaching entsteht ein neues Baugebiet mit zwölf Bauplätzen. Wie Bürgermeister Bernd Ruth in der Teilbürgerversammlung in Truchtlaching sagte, könnten die ersten Häuser schon in diesem Herbst gebaut werden.

Seeon-Seebruck – Kaum Diskussionsbedarf bestand in der Bürgerversammlung in Truchtlaching. Die Wünsche und Anregungen beschränkten sich im Wesentlichen auf den Spielplatz, Stegüberprüfungen und den Bau eines Fuß- und Radwegs zwischen Truchtlaching und Pattenham. Zur Unterhaltung spielte die Jugendblaskapelle auf.


Über den Fuß- und Radweg wird seit mehreren Jahren diskutiert. Die Pattenhamer hatten dazu schon vor Jahren beantragt, die Straße neu zu asphaltieren und einen Geh- und Radweg anzulegen. Laut Georg Maier sollte im Zuge des neuen Baugebiets »Kobelreut« die Chance genutzt werden, den Weg zu bauen. Eine Zusage konnte Bürgermeister Bernd Ruth noch nicht machen. Mit der Baureife der zwölf Bauplätze sei im Herbst zu rechnen. Neun davon seien noch zu vergeben.

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Tisch und Bänke am Spielplatz aufbauen

Angeregt wurde auch, den Spielplatz im Alzbad auf Vordermann zu bringen und auch einen Tisch und Bänke aufzustellen. Auch die Stege sollten überprüft werden, vor der Bäckerei sollten Parkplatz und Gehweg klarer definiert werden. Vor allem Leute mit Rollatoren hätten ihre liebe Mühe mit dem Kopfsteinpflaster, hieß es weiter. Lösungen konnte Ruth auch hier nicht aus dem Hut zaubern. Die Anregungen wurden aber alle aufgeschrieben.

Angeschnitten wurden auch Themen außerhalb Truchtlachings. Für »rausgeschmissenes Geld« hielt ein Bürger den Bau eines Kreisverkehrs in Malerwinkel. Die Kreuzung sei übersichtlich, eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde ausreichen. Für den Kreisverkehr, der im Rahmen des Chiemsee-Rundwegausbaus entstehen soll, sei die Planung bereits in Auftrag gegeben, so Ruth. Er solle rund 485 000 Euro kosten. Der Grunderwerb sei fast gesichert. Beim Staatlichen Bauamt wolle man eine Förderung über das Sonderbaulastprogramm erreichen. Sie wäre wesentlich höher als eine Förderung durch den Abwasser- und Umweltverband Chiemsee im Rahmen des Chiemsee-Uferrundweg-Projekts.

Ebenfalls über ein Sonderbaulastprogramm abgewickelt werden soll die rechtwinklige Einmündung der Staatsstraße 2094 (aus Richtung Obing) in die Staatsstraße 2095 (Hauptstraße) in Seebruck. Im Gemeinderat war das Projekt – vor 30 Jahren erstmals beantragt – vor rund einem Jahr wieder Gegenstand der Beratungen. Ein Ingenieurbüro schätzte die Kosten auf 152 000 Euro.

Im Fokus steht heuer auch der Ausbau von Geh- und Radwegen, etwa der Abschnitt Maisham–Roitham, für den der Grunderwerb noch getätigt werden muss, und der Gehweg zwischen Burgham und Grafenanger. Auch hier soll versucht werden, Förderungen über das Sonderbaulastprogramm zu bekommen.

Fragen tauchten auch zur Seepromenade in Seebruck und zum Verkauf des Anwesens Scheitzenberg in Seeon auf. Die Gemeinde hatte es verkauft und im Gegenzug die Gruber Alm in Seeon erworben. In die Gruber Alm soll während des Rathaus-Baus in Seebruck die Verwaltung ausgelagert werden. Der Scheitzenberg soll wieder gastronomisch genutzt werden. Näheres erklärt der neue Besitzer in der heutigen Bürgerversammlung um 20 Uhr im Alten Wirt in Seeon. Beim Ausbau der Seepromenade in Seebruck wolle man sich laut Ruth um eine »verträglichere Lösung« bemühen.

Zahlen und Maßnahmen lagen für die Bürger in Infobroschüren auf den Tischen auf. Ruth beschränkte sich daher auf Kindertagesstätten, Schule und Tourismus. Sowohl in den Kindergärten als auch in der Volksschule Seeon seien leichte Rückgänge zu verzeichnen. In der Seeoner Schule mit sechs Klassen werde sich die Schülerzahl in den nächsten Jahren bei 100 einpendeln. Die vor zwei Jahren neu eingerichtete Kinderkrippe in Truchtlaching besuchen derzeit elf Kinder.

Die Übernachtungszahlen seien stark rückläufig gewesen, vor allem wegen der Schließungen der Herzklinik, der Pension Waldesruh und der Gruber Alm. Lobend äußerte er sich zur Betreuung des neuen Bürgersaals in Truchtlaching durch den Trachtenverein – laut Hans Stadler werde der Saal sehr gut angenommen. Er könne von allen Vereinen der Gemeinde angemietet werden. Die Gastronomie werde bei der Bewirtung mit einbezogen. »Beides hat nebeneinander Platz.«

Ruth nutzte die Versammlung, um seine Mitarbeiter in der Verwaltung vorzustellen und überreichte einigen ehemaligen Auszubildenden kleine Geschenke. »Ich bin stolz auf jeden, der ein Handwerk lernt«.

Handlungsbedarf bei der Barrierefreiheit

Über den aktuellen Stand des Energieausschusses informierte Gemeinderätin Christine Eglseer. Der Ausschuss werde im April einen Elektro-Mobilitätstag organisieren. Weiteren Handlungsbedarf verdeutlichte der Senioren- und Behindertenbeauftragte Alfred Eiblmaier. Er vermisst vor allem in der Gastronomie eine behindertengerechte Ausstattung. Handlungsbedarf sieht aber auch die Familienbeauftragte Renate Huber bei Wohnungen für Familien mit drei und mehr Kindern. Für den Neubau des Rathauses in Seebruck wurde bereits eine Million Euro in die Haushaltsrücklagen eingestellt. Nach Angaben von Kämmerer Albert Lahner, der eine erfreuliche Haushaltsbilanz auswies, könne dieser Betrag voraussichtlich angehoben werden. Die Vorplanungen für den Rathausbau könnten voraussichtlich im Mai abgeschlossen werden, informierte Michael Regnauer vom Rathaus-Ausschuss. Im Herbst wird der Umzug der Verwaltung nach Roitham beginnen. Im nächsten Jahr soll das alte Rathaus abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden. 2017 sei der Einzug vorgesehen. ga