weather-image
15°

Noch neun Kriegsteilnehmer bei der KSK Taching

2.0
2.0
Bildtext einblenden
Treue Mitglieder wurden bei der KSK Taching am See geehrt. Unser Bild zeigt (von links): Bürgermeisterin Ursula Haas, den Stellvertretenden Vorsitzenden Josef Mayer, Hans Schuster, Jürgen Prambs, Franz Obermeyer, Josef Huber und den Vorsitzenden Hubert Krautenbacher. (Foto: Mayer)

Taching am See. Mit einem Gedenkgottesdienst für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden beging die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Taching den Volkstrauertag. Dann formierte sich ein langer Zug zum Kriegerdenkmal mit der Musikkapelle Tengling und den Fahnenabordnungen von Feuerwehr, Arbeiter- und Burschenverein, Schützengesellschaft »Seerose« und der Krieger- und Soldatenkameradschaft.


Bürgermeisterin Ursula Haas erinnerte daran, dass unbeachtet von der Öffentlichkeit noch immer Soldaten in Afghanistan im Einsatz sind. »Man kann sich glücklich schätzen, in einem Land zu leben, wo der Krieg weit weg ist und seit 68 Jahren Frieden herrscht«. Da nur noch wenige die Zeit des Nationalsozialismus erlebt haben, sei es umso wichtiger, mit diesen Zeitzeugen zu sprechen, sagte sie und legte einen Kranz nieder.

Anzeige

Bei der anschließenden Jahreshauptversammlung im Gasthof Bergwirt erinnerte der Vorsitzende Hubert Krautenbacher an die Gründungsfeste in Freutsmoos, Engelsberg, Saaldorf und Laufen/Leobendorf, die Heimkehrerwallfahrt auf den Mühlberg, die Gedenkfeier am Hohen Kreuz in Traunstein (wir berichteten) und die »Veteranen-Maiandacht«. Sehr erfreulich war mit 471 Euro auch das Ergebnis der Kriegsgräbersammlung. Krautenbacher würdigte die Sammler Stefan Kraller, Josef Kroiß, Josef Stockhammer und Thomas Würnstl. Auch mit dem Ergebnis (1. und 22. Platz) bei der Dorfmeisterschaft im Luftgewehrschießen zeigte er sich zufrieden. Höhepunkt war zweifelsohne die Jahresversammlung der Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften des Rupertigaus. Krautenbacher würdigte alle Beteiligten, besonders aber die Veteranen Lorenz Bauernschmid, Viktor Aman, Otto Krautenbacher, Josef Schneider und Alois Thaller, die trotz ihres hohen Alters gekommen waren.

Der Stellvertretende Vorsitzende und Schriftführer Josef Mayer berichtete, unter den 121 Mitgliedern seien noch neun Kriegsteilnehmer. Er zitierte das Lob von Gauvorstand Peter Morawietz für die »sehr gute Vorbereitung und Ausrichtung der Gauversammlung« und berichtete von seiner viertägigen Reise zum Soldatenfriedhof Pulawy (Polen), wo die 74-jährige Agnes Huber aus Igelsbach zum ersten Mal am Grab ihres 1945 mit 42 Jahren gefallenen Vaters Matthäus Ober stand.

Kassier Alois Schneider berichtete, dass der Verein trotz großer Ausgaben noch ein genügend großes finanzielles Polster habe. In ihrem Grußwort zollte auch Bürgermeisterin Ursula Haas den Verantwortlichen großes Lob für die Ausrichtung der Gauversammlung. Dann überreichte sie mit den beiden Vorsitzenden silberne Ehrenzeichen mit Urkunden für 25-jährige Mitgliedschaft an Franz Obermeyer und Jürgen Prambs. Goldene Ehrenzeichen und Urkunden für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Josef Huber jun. und Johann Schuster.

Krautenbacher würdigte die Musikkapelle Tengling für ihre stete Einsatzbereitschaft, Grete Krautenbacher für die Pflege des Kriegerdenkmals, Andreas Kraller für das Salutschießen und alle, die sich für den Verein einsetzen. In einer Vorschau nannte er Termine: 4. Mai Heimkehrerwallfahrt auf den Mühlberg, 8. Mai »Veteranen-Maiandacht«, 25. Mai 140. Gründungsfest der KSK Weildorf, Ende Juni eventuell Sonnwendfeuer in Limberg und 8. November Gauversammlung in Asten. Geplant ist auch ein Kameradschaftsabend mit Josef Mayer. Abschließend regte Josef Stockhammer an, im nächsten Jahr wieder einen Vereinsausflug zu unternehmen. JMJ

Mehr aus der Stadt Traunstein