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Übersee. Nicht leicht gemacht hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung über Fördergelder für den geplanten Waldkindergarten. Nahezu eine Stunde dauerte die Diskussion. Die mehrheitliche Ablehnung begründete das Gremium damit, erst die offizielle Betriebserlaubnis und die genehmigte Bauplanung für den Bauwagen abzuwarten.


Wie die Initiatorin und Vorsitzende des Trägervereins »Die Wurzelkinder«, Ursula Kern, in der Sitzung erklärte, soll die Kindertagesstätte am 1. September ihren Betrieb aufnehmen. Alle gesetzlichen Leitlinien und Voraussetzungen für die Fördergelder vom Land und der Gemeinde seien erfüllt. Auch das pädagogische Personal stehe zur Verfügung. 21 Plätze, darunter drei Kinder unter drei Jahren, seien fest gebucht.

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Auf dem Tisch lag nun ein Antrag des Vereins auf vorgezogene Fördergelder ab August in Höhe von 11 400 Euro sowie auf eine Spende von 10 000 Euro als Anschubfinanzierung für den Bauwagen ab diesem Monat. Grundsätzlich hatte das Gremium nach einigen Fragen keine Bedenken gegen das Konzept. Allerdings taten sich die Gemeinderäte schwer, »ins Blaue hinein« Steuergelder ohne Betriebserlaubnis des Jugendamtes zu genehmigen. Für den Bauwagen gab es auch noch keine Genehmigung. Ein entsprechender Antrag war erst vor kurzem zurückgestellt worden, um an einem »runden Tisch« die Gegebenheiten weiter untersuchen zu können.

Für Kerns Bitte, den Antrag wenigstens unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden Genehmigungen zu bewilligen, sah das Gremium keine Möglichkeiten. Schließlich einigten sich die Räte auf folgenden Beschlussvorschlag von Bürgermeister Marc Nitschke: »Zwar kann man sich grundsätzlich vorstellen, dem Antrag zu entsprechen. Bis zu einer Vorlage der Betriebserlaubnis und einer Baugenehmigung für den Bauwagen muss der Antrag jedoch zurückgestellt werden.« Dagegen stimmte nur Wolfgang Hofmann (Bayernpartei). bvd