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Noch keine Entscheidung zur Schulheizung getroffen

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Petting. Beim zweifellos wichtigsten Tagesordnungspunkt der jüngsten Pettinger Gemeinderatssitzung, nämlich der Frage, wie man die neue Schule beheizen will, konnte sich das Gremium zu keiner Entscheidung durchringen. Dazu hatte der beratende Ingenieur Thomas Gollwitzer aus Bad Reichenhall für ein ökologisch und wirtschaftliches Heizungssystem in Verbindung mit der Turnhalle Kostenschätzungen in fünf Varianten ermittelt. Am günstigsten erwies sich dabei mit etwa 173 000 Euro Herstellungskosten und Energiekosten von etwa 22 000 Euro eine Pelletsheizung.


Es wurde intensiv debattiert, über Heizkörper oder Fußbodenheizung, über Erdwärmepumpen und Photovoltaik, über Luftwärmepumpen und Warmwasserbereitung und natürlich auch über die Energiekosten – bis die Gemeinderäte Theo Pastötter, Hias Zehentner und Thomas Stippel das Thema Hackschnitzelheizung aufs Tapet brachten. Da man aber weder die Kosten abschätzen noch den möglichen Standort der Anlage genau benennen konnte, wurde Gollwitzer beauftragt, anhand eines Ortsplanes einen günstigen Standort zu suchen – mit der Maßgabe, dass die Schule, die Turnhalle und das alte Rathaus angeschlossen werden und womöglich auch der Kindergarten – und dafür eine Kostenschätzung vorzulegen. Gleichzeitig sollen die das Schulhaus planenden Architekten Magg aus Freilassing den Eingabeplan für das Schulhaus fertigstellen, einmal vorsorglich mit einer Pelletsheizung. Zu diesem Beschluss gab es eine Gegenstimme.

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Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnungen der Gemeinde überprüft und sein Sprecher Martin Häusl hat der Verwaltung einwandfreie Arbeit bescheinigt. Die Verwaltung wurde einstimmig entlastet. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalts wurden festgestellt mit 2 862 609 Euro, der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 2 351 811 Euro, der Gesamthaushalt folglich 5 214 410 Euro. Außerplanmäßige und überplanmäßige Ausgaben wurden genehmigt.

Auf Antrag der Grundschule werden auf dem Sportplatz die Laufbahn und die Weitsprunggrube noch einmal kurzfristig als Übergangslösung hergerichtet. Für eine grundlegende Sanierung werden Angebote eingeholt. Dazu wird es einer Flächennutzungsplanänderung bedürfen. Der Bauausschuss will sich vor Ort noch einmal kundig machen.

Nachdem Wanderer und Spaziergänger wiederholt Beschwerden über die Verschmutzung von öffentlichen und landwirtschaftlichen Flächen durch Hundekot vorbrachten, wird allen Hundebesitzern mit dem Steuerbescheid ein Merkblatt zugehen, in dem darauf hingewiesen wird, dass durch Hundekot verunreinigtes Futter auch Krankheitserreger enthalten kann, was eine hygienisch äußerst bedenkliche Beeinträchtigung der Nahrungsproduktion darstellt. Auch für spielende Kinder sind Ausscheidungen von Hunden nicht unproblematisch. Das Schreiben sei als positive Anregung zu sehen, sagte Bürgermeister Karl Lanzinger, ein Behältnis mitzunehmen und den Hundekot in der Mülltonne zu entsorgen.

Dem Burschen- und Arbeiterverein Petting wurde auf Antrag zur Renovierung ihrer Fahne 2240 Euro Zuschuss gewährt. Das Vorhaben soll 5600 Euro kosten. 1680 Euro steuert der Verein bei, und die gleiche Summe erhofft man sich durch Spenden von Mitgliedern und Gönnern. Die Fahne stammt offensichtlich aus dem Jahr 1914 und zeigt auf der einen Seite ein Jesusbild mit der Inschrift »Glaube, Sitte, Arbeit, Frohsinn« und auf der anderen Seite einen Engel mit Ortsansicht und der Inschrift »Katholischer Burschenverein 1914 Petting«. Die prachtvolle Burschenfahne gefällt nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern auch Fachleuten, die eine fachgerechte Renovierung vorschlagen.

Bauanträgen auf Teilabbruch der Wiederkehr, Rückbau der Überdachung und Ersatz für eine zweite Wohneinheit in Winden wurde zugestimmt. Der Antrag auf Errichtung einer Abbundhalle für einen Zimmereibetrieb wurde zurückgestellt.

Positiv beschieden wurde die gemeindliche Stellungnahme zur Aufstellung eines Bebauungsplans in Roth, Gemeinde Kirchanschöring. Die Siedlungsstraße im geplanten Gewerbegebiet »An der Seestraße II« soll auf Antrag von Hinterbliebenen aufgrund seiner besonderen Verdienste bei der Wiedererlangung der gemeindlichen Selbstständigkeit nach Bürgermeister Johann Mayer benannt werden.