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Noch keine Entscheidung über »Spielstraße«

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Ob die östliche Ganghoferstraße in Traunreut als sogenannter »Verkehrsberuhigter Bereich« ohne größere Maßnahmen ausgewiesen werden kann, wird sich zeigen. In der Sitzung des Hauptausschusses tauchten Fragen auf, die noch abgeklärt werden müssen. (Foto: Rasch)

Traunreut. Wegen fehlender Fachkenntnisse wurde im Hauptausschuss auf Anregung von Hans Kneffel ein Antrag der Bewohner der Ganghoferstraße, diese Straße zwischen der Hans-Böckler-Straße und der Käthe-Kollwitz-Straße in Traunreut als »Spielstraße« auszuweisen, zurückgestellt. Die Anwohner der östlichen Ganghoferstraße kritisieren, dass die Autofahrer oft mit hoher Geschwindigkeit durch die Straße fahren und dabei keine Rücksicht auf die Kinder nehmen würden.


Während es von Seiten der Verwaltung geheißen hatte, dass mit der Ausweisung als sogenannter »Verkehrsberuhigter Bereich« mit Ausnahme von zwei Verkehrszeichen keine weiteren Maßnahmen verbunden seien, wurden die Stadträte vom Verkehrsreferenten Bernhard Seitlinger eines Besseren belehrt. Seitlinger, der zwar nicht im Hauptausschuss sitzt, aber eigens wegen des Antrags anwesend war, hatte sich bei der Polizei erkundigt. Der zuständige Beamte hätte ihm erklärt, dass neben den Verkehrszeichen »325« (spielende Kinder mit Ball) auch eine deutliche Aufpflasterung erfolgen müsste. Das würde bedeuten, dass die Stellplätze auf der südlichen Straßenseite gepflastert werden müssten, was mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre, auf die Johannes Danner (Bürgerliste) aufmerksam machte.

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Seitlinger unterstrich damit eine Stellungnahme der Polizeiinspektion Trostberg, die ebenfalls auf eine Markierung der Stellplätze auf der Südseite verweist. Unter dem Gesichtspunkt, dass der Abschnitt der Ganghofer Straße von der Hans-Böckler-Straße bis zur Käthe-Kollwitz-Straße den Eindruck vermittle, dass der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Rolle spiele und die Einfahrt teilweise nur für ein Fahrzeug möglich sei, hält die Polizei unter der genannten Voraussetzung eine Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereichs für möglich. Weiter weist die Polizei darauf hin, dass auf Straßen das Spielen nach der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt sei.

Aufgrund der Widersprüche, die sich in der Diskussion entwickelten, regte Hans Kneffel an, den Antrag zu vertagen und das Vorhaben mit den zuständigen Fachstellen nochmals abzuklären. ga