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Noch kein Ersatz für 2022

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Die Traunsteiner Pläne zur Landesgartenschau 2022 sind Geschichte und werden nach dem Bürgerentscheid entsorgt.

Traunstein – Drei Wochen nach dem ablehnenden Bürgerentscheid für die Landesgartenschau 2022 in Traunstein ist noch keine Entscheidung über den Ersatzstandort gefallen. »Zwar gibt es verschiedene Interessenten, aber man muss sehen, wie ihre Konzepte sind«, sagte Dagmar Voß von der Fördergesellschaft für die bayerischen Landesgartenschauen am Montag in Bayreuth. Dort läuft seit gut einer Woche die diesjährige Landesgartenschau.


Unter den Aspiranten für die Blumenschau 2022 seien auch frühere Austragungsorte, erläuterte die Geschäftsführerin. Welche das sind, wurde gestern noch nicht bekannt. Voß rechnet damit, dass die Entscheidung noch in diesem Sommer fällt. Das Umweltministerium will die in sechs Jahren stattfindende Landesgartenschau womöglich neu ausschreiben.

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Beim ersten Bürgerentscheid in der 36-jährigen Geschichte der weiß-blauen Gartenschauen hatten am 10. April in Traunstein 63,3 Prozent für das von einem Aktionsbündnis initiierte Bürgerbegehren gegen die Veranstaltung gestimmt. Das Ratsbegehren des Stadtrats zugunsten der Naturschau bekam lediglich 45,7 Prozent Zustimmung.

Die Stadt hatte daraufhin alle Pläne gekippt. Die neu gegründete Landesgartenschau Traunstein 2022 GmbH wird laut Anordnung des Stadtrats aufgelöst (wir berichteten). Dafür muss allerdings erst der aus zwölf Mitgliedern – sechs von der Stadt, fünf von der Fördergesellschaft und einer vom Ministerium – bestehende Aufsichtsrat zusammenkommen. Dies ist bisher noch nicht geschehen, wie die städtische Pressesprecherin Carola Westermeier auf Nachfrage mitteilt. Unklar ist auch immer noch, ob die Stadt womöglich Strafzahlungen für den Vertragsrücktritt zahlen muss. Sobald dies feststeht, will Oberbürgermeister Christian Kegel darüber aber öffentlich berichten. apo/dpa