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Noch ein Dorfwirtshaus schließt

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In die Gaststätte Ufering sollen insgesamt sieben Wohnungen eingebaut werden. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf (vm) - Erneut schließt in der Gemeinde Teisendorf eine Dorfwirtschaft: Die Gaststätte der Familie Esterer in Ufering soll aufgegeben werden. Der Bau- und Umweltausschuss des Marktes billigte einstimmig die Bauvoranfrage von Ernst und Katharina Esterer zum Umbau.


Die Eigentümer planen den Einbau von je zwei Wohnungen im Erdgeschoß, ersten Obergeschoß und Dachgeschoß. Im südlichen Anbau ist im Erdgeschoss und ersten Stock eine eigengenutzte Wohnung vorgesehen. Die für die sieben Wohnungen erforderlichen 14 Pkw-Stellplätze werden laut Bauamtsleiter Peter Steinmaßl auf dem Plan nachgewiesen.

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Vier bis fünf Wohnhäuser möchte Philipp Strohmaier aus Surmühl auf einem 4655 Quadratmeter großen Grundstück in Kirchsteg nördlich der Straße nach Mehring errichten. Dieses Grundstück in Hanglage in der Gemarkung Oberteisendorf ist im gültigen Flächennutzungsplan (FNP) als »Fläche für die Landwirtschaft« dargestellt. Auch im Entwurf des neuen FNP ist dem Bauamt zufolge dort keine Bebauung vorgesehen.

Eine weitere Bebauung im Außenbereich in der Splittersiedlung Kirchsteg sei »mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung nicht vereinbar«. Dem schloss sich der Ausschuss an und lehnte den Antrag ohne Gegenstimme ab.

Einstimmig befürwortet wurde die Voranfrage von Michael Lindner aus Neukirchen auf Abbruch des bestehenden Lagergebäudes und Erweiterung des Wohnhauses um eine Wohneinheit in Schwarzenberg. Der Anbau soll von der Familie des Eigentümers genutzt werden.

Den Aufforstungsantrag der Eheleute Hermann und Margit Lindner für zwei Grundstücke beschieden die Ausschussmitglieder differenziert. Keine Bedenken hatten sie gegen die Aufforstung eines Grundstücks südlich der Straße nach Ramsau unmittelbar nach der Unterführung unter die B 304. Die Fläche ist im Entwurf des neuen Flächennutzungsplans als FFH-Gebiet dargestellt. Laut einer früheren Aussage der Antragsteller hatte die Untere Naturschutzbehörde Einverständnis signalisiert.

Keinesfalls mit Waldbäumen bepflanzt, sondern weiterhin einer landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung stehen soll nach Ansicht der Räte hingegen eine Fläche nördlich der B 304 und etwa 300 Meter westlich des Teisendorfer Freibades, da diese ebene Fläche gut zu bewirtschaften sei. Johann Niederstraßer (FWG) verwies zudem auf die erhebliche Wertminderung der angrenzenden landwirtschaftlichen Grundstücke, die nach dem Aufwachsen der Bäume erheblich verschattet wären. vm